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Schlei-Bote

16. August 2017 | 17:43 Uhr

Bürger-Netz für Tolk und Twedt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Flächendeckend schnelles Internet per Funk / Überschüsse sollen in Glasfaserkabel fließen

Große Freude im Hause der Familie Kruse in Twedt. Denn sie waren die Ersten, die von der neuen Bürgernetzgesellschaft mit schnellem Internet versorgt wurden.

Die Bürgernetzgesellschaft ist eine Gemeinschaftsaktion der Gemeinden Tolk und Twedt sowie der Firma Snellstar. An der Gesellschaft beteiligen sich Bürger mit ihrem Kapital. Garantiert wird eine flächendeckende Versorgung mit Up- und Download-Geschwindigkeiten von jeweils 20 Megabit pro Sekunde durch eine Sichtfunkverbindung.

Die Gewinne aus dieser Gesellschaft sollen zum Teil in einem Fonds gesammelt werden, aus dem dann im zweiten Schritt Glasfaser-Verbindungen in jedes Haus finanziert werden sollen. Dieses Konzept kommt ohne staatliche oder gemeindliche Zuschüsse aus. Bei den Bürgern kommt die Idee so gut an, dass Tolks Bürgermeister Andreas Thiessen inzwischen auf Anfrage sogar einen Informationsabend zu diesem Thema für seine Amtskollegen plant.

Familie Kruse ist mit dem vorläufigen Angebot einer Funkverbindung vollauf zufrieden. Sie hatte sich mit ihrem bisherigen Anbieter wegen technischer Mängel überworfen und konnten deshalb seit Februar nur per Mobilfunk telefonieren. Da sie seit längerem auf das neue Internet-Angebote spekulierte, hatte sie keinen neuen Vertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen. Deshalb war die erste Tat, die Tanja Kruse und ihr Lebensgefährte Helmut Wolff nach der Installation der neuen Internetverbindung vornahmen, Freunde und Verwandte über ihre neue Telefonnummer zu informieren. Denn ab sofort sind sie unter einer Süderbraruper Vorwahl zu erreichen. Dann stürzten sie sich mit zwei Computern, einem Tablet und vier Smartphones auf das Internet – denn WLAN für das ganze Haus ist im Grundangebot mit enthalten. Facebook, Google, Onlinespiele, Stellenangebote, Automarkt und Videos auf YouTube waren an der Reihe. „Es ist rasend schnell“, freute sich Sohn Christopher (12) über die neue Technik.

„Wir haben uns total gefreut, dass es sofort funktionierte“, meinte Tanja Kruse. Und einen geldsparenden Vorteil hat sie auch entdeckt: „Wir fahren jetzt weniger Auto, da Christopher, wenn er etwas für die Schule nachschlagen muss, nicht erst zu einem Schulkollegen mit funktionierendem Internetanschluss gebracht werden muss.“

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erstellt am 22.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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