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Schlei-Bote

18. August 2017 | 22:40 Uhr

Bücherei wird zum Jugendtreff

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Mit neuen Medien und Konzepten soll Sörups Bibliothek zukunftsfähig werden / Auch Flüchtlinge gehören zur Zielgruppe

Regine Berthold hat einen neuen Chef. War sie bisher bei der Büchereizentrale Schleswig-Holstein beschäftigt, ist nun die Gemeinde Sörup Arbeitgeber der Leiterin der örtlichen Bücherei. Allerdings ist die Angelegenheit eher eine Formalie, da die Sach- und Personalkosten bereits in der Vergangenheit weitgehend aus dem Gemeindehaushalt bestritten wurden.

Der offizielle Akt der Übernahme war für Sörups Bürgermeister Dieter Stoltmann Gelegenheit, sich gemeinsam mit Regine Berthold zur Zukunft der Bücherei zu äußern. „Wir wollen unsere Bücherei Zukunftsfähig machen“, ließ Stoltmann keinen Zweifel am Bestand dieser Einrichtung aufkommen. Unter „zukunftsfähig“ verstand er jedoch nicht nur den Einzug neuer Medien in die Bücherei wie die „Onleihe“, sondern genauso die Umgestaltung der Räume zu einem sozialen Treffpunkt, der mit allen Einrichtungen in der Gemeinde vernetzt ist. Schon heute gilt die Söruper Bücherei in den Räumen der Südensee-Schule als ein „Wohlfühl-Treff“ mit Sitzecken.

Dass die Söruper Bücherei mit ihrer langen Tradition ein wichtiger außerschulischer Bildungsträger ist, machen die Ausleihen deutlich. 12  000 Medien stehen zur Verfügung, die im vergangenen Jahr 23  000 mal ausgeliehen wurden. Über 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene steuern kontinuierlich die Bücherei an und versorgen sich mit neuen Medien, vom Buch bis zur CD.

Schwerpunkt der Bildungstätigkeit sei, so Regine Berthold, die Heranführung junger Menschen an das Buch, um damit deren Lesebereitschaft und grundlegende Lesefähigkeit zu stärken. Daher existiert eine enge Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und den Schulen. Bücher für den Unterricht und Themenboxen stellt die Bücherei zusammen und stärkt so den Schulunterricht. Für viele Kinder ist die Bücherei inzwischen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Durch den Standort im Schulzentrum kommen die Kinder in den Pausen, um ihre Bücher zu tauschen. „Wir gehen bewusst auf unsere jüngsten Leser zu“, sagte Berthold, betonte aber, zugleich die anderen Lesegenerationen nicht aus dem Auge verlieren zu wollen. Auch die Flüchtlingen der Gemeinde sind in der Bücherei willkommen. Gemeinsam mit der örtlichen Volkshochschule unterstützt die Bücherei das Projekt „Deutsch als Zweitsprache“.

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