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Dickes Plus : Bücherei legt bei Ausleihen weiter zu

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Um mehr als neun Prozent hat die Stadtbücherei ihre Ausleihzahlen im vergangenen Jahr gesteigert. Nicht nur für Schüler, auch für Senioren gibt es nun Medienboxen.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 07:30 Uhr

Im vergangenen Jahr hat die Stadtbücherei die Zahl ihrer Ausleihen deutlich gesteigert. 79 894 Ausleihen gab es im Jahr 2012, im Jahr 2013 registrierte die Bücherei eine Zunahme um mehr als 9,1 Prozent. Das ist die bislang höchste Zahl an Ausleihen in den vergangenen Jahren. Für Büchereileiterin Susanne Freier ist diese Entwicklung keineswegs zufällig. „Wir haben in diesem Jahr den Ferien-Leseclub organisiert und die Zusammenarbeit mit den Seniorenresidenzen forciert. Das alles hat auch die Ausleihe erhöht.“ Die Monate Juli und August waren die ausleihstärksten Monate. „Das ist die Urlaubszeit, und das merken wir deutlich“, sagt Büchereileiterin Freier.

Zahl der aktiven Leser bleibt konstant

Dagegen ist die Zahl der aktiven Leser, also derjenigen Nutzer, die mindestens ein Medium im Jahr ausleihen, konstant geblieben. Nach 1628 aktiven Lesern im Jahr 2012 waren es 1622 im Jahr 2013. „Da sind auch irgendwo Grenzen gesetzt. Kappeln ist ja nicht größer geworden“, sagt Freier. Von den 1622 aktiven Nutzern umfasst die Gruppe der unter 18-Jährigen 704 Personen, wobei aber die Leser bis zwölf Jahre die intensivsten Nutzer waren.

Innerhalb der Medien hat die Ausleihe von CDs und DVDs zugenommen. „Ich kann feststellen, dass die DVD-Ausleihe sehr nachgefragt ist, wie überhaupt die audio-visuelle Mediennutzung zugenommen hat“, sagt Susanne Freier. Deshalb habe die Bücherei auch sehr aktuelle Disks eingekauft. „Wir versuchen, die Jugendlichen über Filme und Spiele in die Bücherei reinzubekommen.“ So soll auch in diesem Jahr über einen Austauschbestand ein kleines Spieleangebot bereit gehalten werden. Zudem gehen in diesem Monat zwei E-Books an den Start, die den E-Reader von Kindle ersetzen, dessen Literaturangebot in den Augen der Büchereileiterin sehr begrenzt war.

Wie für die Schüler hat die Bücherei im vergangenen Jahr auch den Senioren Medienboxen zur Verfügung gestellt. Alle drei Wochen bekommen die drei Senioren-Einrichtungen diese Boxen zur Gruppenbeschäftigung. Die Bücherei hat bei dieser Aktion Ehrenamtler und Personal mit ins Boot geholt. „Mehr betagte Menschen in der Gesellschaft ist auch in Kappeln ein Thema“, meint Susanne Freier. Kamishibai-Theater, ein Papiertheater, käme beispielsweise auch bei dementen Menschen gut an.

Erstmals hat die Bücherei im zurückliegenden Jahr in Kappeln auch den von Nordmetall-Stiftung und Büchereizentrale organisierten Ferien-Leseclub ins Leben gerufen. Dabei wurde jeder jugendliche Ausleiher während der Sommerferien nach der Rückgabe eines Buches zum Inhalt der Lektüre befragt und erhielt bei bestandenem Test einen Stempel. Für die Kappelner Bücherei war dies personell eine Herausforderung. „Bei der Befragung der Teilnehmer brauchen wir Unterstützung, das war dieses Jahr nicht der Fall“, so die Büchereileiterin. Erschwerend kommt hinzu, dass in diesem Jahr Susann Schwentke aufhört und damit die Zahl der Mitarbeiterinnen von vier auf drei sinkt. „Das werden auch die Leser merken“, prophezeit Freier. Deswegen gelte es, für die Zukunft Arbeitsabläufe zu optimieren.

Ansonsten ist Susanne Freier mit dem Jahr 2013 vollauf zufrieden. „Es war ein gutes Jahr. Wir hatten erfolgreiche Veranstaltungen, und die Bücherei wurde weiterhin als öffentlicher Raum wahrgenommen und genutzt.“

Sympathische Willkommensgeste
In diesem Jahr wird die Bücherei in Händen der Stadt sein und damit erst wirklich zur Stadtbücherei. „Das hatte schon im Vorfeld angenehme Effekte“, sagt Freier. „Wir haben neue Rechner mit mehr Kapazität bekommen.“ Und bei Störungen gebe es nun kurze Dienstwege vor Ort. Auch atmosphärisch fühlen sich die Mitarbeiterinnen bei der Stadt willkommen. Zur zurückliegenden Weihnachtsfeier Anfang Dezember waren sie bereits eingeladen. „Das“, so Freier, „fand ich eine sympathische Willkommensgeste“.
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