Damp : Brückenschlag für neuen Reitweg

Sind mit dem Baufortschritt der neuen Reitwegquerung über die Schwastrumer Au westlich Booknis sehr zufrieden: Günther Wöhlk (v.li.) Peter Tramm und Thomas Wagner.
Sind mit dem Baufortschritt der neuen Reitwegquerung über die Schwastrumer Au westlich Booknis sehr zufrieden: Günther Wöhlk (v.li.) Peter Tramm und Thomas Wagner.

Auf Initiative zweier Vereine, einer Interessengemeinschaft sowie der Gemeinden Waabs und Damp entsteht ein Pferdepfad.

Dirk_Steinmetz-8463.jpg von
28. März 2014, 15:45 Uhr

Mit dem Pferd von Damp nach Waabs reiten, den Blick auf die Ostsee – dies wird schon in diesem Frühjahr kein Traum mehr sein. Anfang März hatten die Arbeiten zur Schaffung einer Querung über die Schwastrumer Au oberhalb des Campingplatzes Booknis begonnen. Inzwischen ist ein etwa 100 Meter langer Weg durch das Schilf befestigt und eine an der Oberkante wenigstens drei Meter breite trockene Querung der Au erstellt worden. Mit diesem Brückenschlag eröffnen sich Reitern neue Möglichkeiten, die Landschaft Schwansen bei einem Rundritt zu erleben.

„Wir sind total glücklich und zufrieden“, sagte Thomas Wagner, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Reitwege (IGR) Schwansen bei einem Ortstermin. Seit gut zwei Jahren waren die Mitglieder der IGR, der Reitvereine Waabs-Langholz und des Reitclubs Damp aktiv, um in den Gemeindevertretungen Unterstützung für das Reittourismus-Projekt zu finden. Neben den finanziellen Zusagen aus Damp (maximal 9400 Euro) und Waabs (maximal 5000 Euro) gelang es auch mit den Grundbesitzern des neuen Weges und angrenzender Flächen Nutzungsvereinbarungen für weitere Reitwegeverbindungen zu schließen.

Die neue Verbindung ermöglicht es Reitern nun von Norden über Dorotheenthal und Fischleger nach kurzem Ritt durch einen neuen Waldweg die Au zu überqueren und über neue gepachtete Wege bis Waabs Hof zu gelangen, wo die Waabser Reitwege erreichbar sind, erläuterte Peter Tramm vom gleichnamigen Reiterhof in Damp.

Als weiteren Partner konnten die Vereine die Förde Sparkasse gewinnen, die 3500 Euro bereitstellen. Darüber hinaus gelang es, eine 55-prozentige Förderung der förderfähigen Nettokosten in Höhe von rund 17 900 Euro durch die Aktiv-Region zu bekommen, wie Günther Wöhlk ergänzte. Insgesamt wird mit Kosten von rund 43 000 Euro gerechnet, so Tramm. Kosten, die nicht abgedeckt sind, tragen die Interessengemeinschaft und die beiden Reitvereine zu gleichen Teilen.

Noch wird an dem Weg gearbeitet. Die Brücke wird noch um ein Geländer ergänzt und die Wegoberfläche mit einer rund 15 Zentimeter mächtigen Sandschicht abgedeckt. Außerdem stehen noch Restarbeiten an der Böschung und an den Wegrändern an. Nach der Freigabe des Wegs, sie soll nach Vorstellung der Initiatoren mit einem offiziellen Akt erfolgen, steht der Weg nur Reitern offen, die bei der IGR eine Jahresplakette für 25 Euro je Pferd erworben haben, darauf weisen Wagner, Tramm und Wöhlk hin. Mit dem Kauf ermögliche man der IGR Nutzungsvereinbarungen für weitere Reitwegeverbindungen nach Verhandlungen mit Grundeigentümern zu schaffen. Ziel ist ein weit verzweigtes Netz von Reitwegen zu schaffen, um damit auch den vielen Reittouristen etwas zu bieten, so Wagner. Über die Aktivitäten der IGR wird bei der Mitgliederversammlung am Dienstag, 15. April, 19.30 Uhr, in der Amtsaußenstelle berichtet. Gäste sind willkommen.

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