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Neuer Anlauf : Boren will seinen Bahnhof wiederhaben

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die alte Station an der Strecke Kiel-Flensburg wurde 1987 stillgelegt. Eine Arbeitsgruppe soll mit der Deutschen Bahn, dem Land und der Aktiv-Region ins Gespräch kommen, um den Haltepunkt wiederzubeleben.

Die Gemeinde Boren will einen erneuten Versuch zur Wiederbelebung ihres Bahnhofs wagen. Die Chance dafür sieht Bürgermeister Thomas Detlefsen durch den Neubau der Schleibrücke in den nächsten Jahren gegeben. Dabei könnten Synergie-Effekte beim Bau der notwendigen Einrichtungen genutzt werden. Doch der wesentliche Effekt ist die verringerte Fahrzeit, die sich durch die technischen Neuerungen auf der Bahnstrecke Kiel-Flensburg ergeben. Dadurch entsteht eine Zeittoleranz, die für einen Halt in Lindaunis genutzt werden könne.

„Wir gehen davon aus, dass an diesem Verkehrsknotenpunkt von Schiff, Fahrrad, Bus und Bahn in den Sommermonaten viele Touristen den Bahnhof benutzen werden“, erklärte Detlefsen. Auch für Schüler, die nach Süderbrarup oder Flensburg wollten, sei dieser Haltepunkt ideal. Er plädierte deshalb für einen Bedarfshaltepunkt, der „nur zu relevanten Zeiten benutzt wird“.

Die Gemeindevertretung beschloss die Bildung einer Arbeitsgruppe, die dieses Ziel bei der Landesregierung und der Deutschen Bahn positionieren soll. Im ersten Schritt soll eine Unterschriftenaktion in der Gemeinde gestartet werden. Später will man auch die Aktiv-Region ins Boot holen.

Im Jahr 1987 war der frühere Bahnhof im Borener Ortsteil Lindaunis stillgelegt worden, als die Bahn das Regional-Schnellbahn-Konzept (RSB-Konzept) einführte, weiß Carsten Ohle, Koordinator der Chronikgruppe des Kirchspiels Boren. Das RSB-Konzept beinhaltete die Erhöhung der Taktzahlen der Züge sowie das Ersetzen des Lokbetriebs durch Triebwagen. Ein Jahr vor der Stillegung fuhren auf der Strecke bereits elf Züge täglich zwischen Kiel und Flensburg hin und her. In den ersten Jahren waren es zunächst nur jeweils drei Züge in beide Richtungen auf der Strecke, die 1881 eröffnet wurde. Damals dauerte eine Tour auch noch drei Stunden. Ein Jahr später folgte die Eröffnung des Borener Bahnhofs an dieser Strecke. Dieser sollte eigentlich in Lindaumühlenholz liegen, die Pläne wurden jedoch überarbeitet und die Station direkt an der Schlei in Lindaunis erbaut.

Weiteres in Kürze:
> Die Freiwillige Feuerwehr Boren-Kiesby erhält einen Zuschuss von 1000 Euro für ihre 125-Jahr-Feier, die am 28. Juni 2015 stattfinden soll.
> Die Gemeindevertretung beschloss die vom Amtsausschuss vorgeschlagenen Maßnahmen zur Umsetzung des Paragrafen fünf der Amtsordnung im Detail.
> Die Freiwillige Feuerwehr Lindau erhält die Genehmigung, für etwa 700 Euro eine vierteilige Steckleiter zur Ausrüstung ihres neuen Fahrzeugs anzuschaffen.
>Die Gemeindevertretung verabschiedete den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Sondergebiet Reitsport und Tourismus“. Dadurch kann sich ein Reitbetrieb in Akeby auf einer Fläche von etwa einem Hektar erweitern.

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erstellt am 25.Sep.2014 | 12:30 Uhr

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