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Biogas in Boren : Blumenpracht als Biogasdünger

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Landwirt Friedrich Bennemann hat einen Mix aus Senf, Buchweizen, Phacelia, Sonnenblumen und weißem Klee in seine Fruchtfolge eingebunden.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 09:30 Uhr

Wer in Güderott an der Reitanlage vorbeifährt, kommt zu einem Feld, das im ersten Moment wenig nach landwirtschaftlicher Nutzung, sondern mehr wie eine Blumenwiese aussieht. Gelber Senf, weißer Buchweizen, lila Phacelia, gelb-braune Sonnenblumen und weißer Klee blühen hier um die Wette. Der Duft ist unwiderstehlich, und das gesamte Feld brummt und summt vor lauter Insekten. Bienen nutzen es, um Proteine vor der Winterruhe aufzunehmen. Und unter Radfahren und Spaziergängern ist das Feld ein Foto-Geheimtipp.

Landwirt Friedrich Bennemann hat diese „Multi-Kulti-Mischung“ in die Fruchtfolge für seine Biogasanlage eingebunden. Ein Drittel seiner Mais-Rohstoffe hat er durch Roggen ersetzt. Der wird im Juli geerntet und macht dann Platz für die bunte Blumenmischung, die später als Gründüngung untergepflügt wird.

„Diese Fruchtfolge ist nur durch Biogas möglich“, erklärt Bennemann, der die bunte Pracht auch als Argument gegen den Vorwurf der Monokultur durch Biogas sieht. „Wir geben dem Boden eine Ruhepause, tun etwas für die Natur und bereichern die Landschaft“, sagt er. Und er ist inzwischen nicht mehr mit dieser Methode allein. Denn etliche Nachbarn haben sich das Konzept angeeignet, das – im großen Stil angewendet – sogar ein touristischer Anziehungspunkt werden könnte.

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