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Schlei-Bote

23. Oktober 2017 | 17:47 Uhr

Biker und Triker gedenken Pastor Peter

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Motorradgottesdienst am Maasholmer Fischereihafen / Deutlicher Teilnehmerrückgang im Vergleich zum Vorjahr / Applaus für die erste Motorradpredigt von Pastorin Susanne Schildt

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Es war wieder einmal ein würdiger Biker- und Trikergottesdienst zum Saisonabschluss im Maasholmer Fischereihafen, zu dem die Veranstalter Peter Welsch und Udo Petersen eingeladen hatten. Zum ersten Mal fand der „MoGo Maasholm“ ohne den am 11. April verstorbenen Motorradpastor „Pastor Peter“ Langenstein statt. Den Gottesdienst gestaltete Pastorin Susanne Schildt erstmals in Eigenverantwortung. Unterstützt wurde sie dabei von Uli Kruse, Pastor und Psychotherapeut aus Flensburg, von der Bikerseelsorge.

In diesem Jahr war der Besucherzuspruch zum MoGo deutlich schwächer als im Vorjahr. Wurden im vergangenen Jahr rund 600 Biker und Triker gezählt, waren es diesmal nur gut 300. Offensichtlich war die schlechte Wetterprognose schuld. Dabei wurde es zwar kühl, aber es regnete nur ganz kurz während der Predigt. Ansonsten lief die Veranstaltung bei leicht bewölktem Himmel ab. Bereits ab 11 Uhr trafen die ersten Biker ein.

Stefan Wendland war jetzt bereits zum vierten Mal mit dabei und verkaufte Souvenirs in Form bedruckter T-Shirts. Die gingen reißend weg. Der Verein „Biker Against Childporn and Abuse“ (B.A.C.A.A.) (Biker gegen Kinderpornograhie und Missbrauch) war bei seinem ersten Auftritt in Kappeln mit einem Stand und den beiden Vorstandsmitgliedern „Zebo“ und „Sönke“ von der „Regio-Nord“ vertreten und warb für eine Mitgliedschaft und Spenden unter den Biker-Kollegen.

Im Mittelpunkt aber stand der MoGo Maasholm. Zuvor begrüßte Peter Welsch die Anwesenden und dankte der Gemeinde und Bürgermeister Kai-Uwe Andresen für die Bereitstellung des Hafengeländes für die Veranstaltung. Er bedauerte das Fehlen des Seenotrettungskreuzers. Weil der zum Einsatz gerufen wurde, musste die geplante Besichtigung im Rahmen des „Open Ship“ ausfallen. Er erinnerte daran, dass der Gottesdienst dem verstorbenen „Pastor Peter“ gewidmet sei.

Den anschließenden Motorradgottesdienst gestaltete Pastorin Susanne Schildt erstmalig und sehr volksnah. Dafür gab es am Ende auch Applaus. Bei dem Eröffnungslied „Shake another hand“ begrüßte sie die Anwesenden per Handschlag. Pastor Uli Kruse sprach den nach Psalm 139 modifizierten Motorrad- und Trikefahrerpsalm. Und Claus Lassen las aus dem Matthäus-Evangelium die Verse 22 bis 33. Pastorin Schildt sagte, es gebe immer wieder Situationen beim Motorradfahren oder wenn ein geliebter Mensch stirbt oder eine Beziehung auseinandergeht, in der man Angst empfinde. Dann darf der Mensch: „Herr, hilf mir rufen.“ Auch wenn er das Vertrauen zu Gott verloren hat. „Gott ist an unserer Seite und lädt uns ein. „Vertrau mir doch!“, machte die Pastorin den Anwesenden Mut. Beim Totengedenken erinnerte sie an „Pastor Peter“ Langenstein, der den MoGo mitbegründet und alle Jahre geprägt hat. Er war am 19. April im Beisein vieler Biker in Süderbrarup beerdigt worden. Sie erinnerte daran, dass er sich vor einem Jahr mit den Worten von seinen Motorradfreunden verabschiedet hatte: „Wenn ich Weihnachten noch erlebe, grenzt das an ein Wunder.“ Er hat dann sowohl Weihnachten als auch Ostern erleben dürfen. Erfreulich war, dass kein Biker aus dem Kreisgebiet im Straßenverkehr getötet wurde. Da aber im Lande viele starben, wurde eine Gedenkminute eingelegt. Nach dem Gottesdienst fand noch eine Ausfahrt durch Angeln statt. Zum Ausklang gab es ein Treffen der Biker im Maasholmer Fischereihafen bei Kaffee und Kuchen.

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