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Gründungsinitiative : Bekommt Kappeln eine Waldorfschule ?

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach einem Waldorf-Kindergarten könnte Kappeln schon bald auch eine Waldorfschule vorhalten. Eltern und Pädagogen wollen gemeinsam eine Gründungsinitiative auf den Weg bringen.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 07:30 Uhr

Vielleicht ist Kappelns Schullandschaft bald um eine Variante reicher. Neben Gymnasium, Gemeinschaftsschule, Grundschule und Berufsschule wird derzeit ernsthaft über die Etablierung einer Waldorfschule für die ersten vier Schuljahre nachgedacht. Jetzt lud die aus diesem Gedanken gewachsene Waldorfinitiative Kappeln zu einem ersten Infoabend ein.

Bislang muss er zweigleisig denken. So formulierte es Dirk Steinmeier aus Kaltoft während der Diskussion. Seine Tochter, erzählte er, sei gerade drei Jahre alt geworden. Da stehe er vor der Frage, ob sie nach dem Kindergarten die Waldorfschule in Eckernförde oder Flensburg besuchen solle. Sollten die Überlegungen, eine solche in der Schleistadt ins Leben zu rufen, 2015 realisiert werden, sei das für ihn optimal. Und er versicherte: „Mit einem Kind bin ich dann dabei.“

Pädagogen und Eltern hatten sich am Dienstagabend im Kappelner Waldorf-Kindergarten zusammengefunden. Der Kindergarten wird derzeit von 35 Jungen und Mädchen besucht. Mit der Idee, eine Waldorfschule zu gründen, kann sich Erzieher Rüdiger Lange bestens anfreunden, denn diese Idee habe es, wie er sagte, schon seit Langem im Hinterkopf gegeben.

Es war vor gut einem Jahr, als dieser Idee auf dem Hof Morgenstern in Rabenkirchen neue Nahrung gegeben wurde. Da saßen Andreas Voigt und seine Frau Tatjana Sohrt – beide Waldorf-Lehrer – mit Johannes Voigt und seiner Schwester Vera-Maria Demant zusammen und überlegten, was für die Umsetzung zu tun sei. Auf dem Hof leben sechs Kinder, von denen drei derzeit den Waldorf-Kindergarten besuchen. Vorgezeichnet ist, dass sie im Anschluss daran auf eine Waldorfschule wechseln. „Statt der weiten Wege nach Eckernförde oder Flensburg wäre es optimal, wenn es eine solche Schule auch in Kappeln gäbe“, fand Voigt. Also setzten sich die Initiatoren mit dem Bund der Freien Waldorfschulen in Verbindung und sprachen mit dessen Gründungsbeauftragtem Thomas Felmy aus Kiel, der Mitte nächsten Monats nach Kappeln kommt. Auch gab es ein Gespräch mit Bürgermeister Heiko Traulsen. Ein zweites steht Anfang Februar an, dann will man über mögliche Immobilien für das Vorhaben diskutieren. Danach, so ist es jetzt vereinbart, folgt im Kindergarten an der Schulstraße am Dienstag, 25. Februar, ab 20 Uhr eine weitere Gesprächsrunde mit allen, die an einer Waldorfschule in Kappeln interessiert sind. „Wir müssen Begeisterung schaffen“, waren sich Pädagogen und Eltern einig. Dafür wollen sie werben. Dabei sind sich alle einig, dass das nicht einfach sein wird. Doch wisse man, wie es hieß, von etlichen Familien, die sich dieser Initiative anschließen wollen. Johannes Voigt: „Mit Volldampf könnte das 2015 möglich sein.“

Mit großem Interesse vernahm Hedda Kubiessa aus Fahrdorf, einst Schülerin der Waldorfschule in Rendsburg und danach als Lehrerin Mitbegründerin jener in Flensburg, das, was in Kappeln angedacht ist. Sie ging auf die Waldorf-Pädagogik ein, wohlwissend, „dass ich vor Insidern spreche“. Für sie wird es selbstverständlich sein, das Kappelner Engagement zu begleiten.

Wer das alles unterstützen und sich einbringen möchte, kann sich mit Andreas Voigt unter Tel. 0 46 42 / 96 57 98 in Verbindung setzen.

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