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Brodersby : Beim „Seestern“ tut sich was

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Spielscheune neben dem früheren Restaurant in Schönhagen wird zum geologischen Museum mit Indoor-Spielplatz.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 12:30 Uhr

„Seestern“ und kein Ende im Ostseebad? Jetzt ist Bewegung in die Sache gekommen. Auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend im Feuerwehrgerätehaus begrüßte Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer den Leiter des Gettorfer „Geotaniums“, Johannes Jannsen. Er stellte dem Gremium seine Pläne vor, in der Spielscheune neben dem „Seestern“ ein geologisches Museum mit Indoor-Spielplatz einzurichten. Begleitet wurde der Diplom-Geologe von Christian Puls, einem Berater der Planet Haus AG. Mit der Verpachtung der Spielscheune hofft die Planet Haus AG, einen neuen Betreiber für den „Seestern“ zu finden.

Jahrelang standen die Spielscheune und das Restaurant „Seestern“ im Ostseebad Schönhagen leer. Eigentümerin des Gebäudes ist die Planet Haus AG, ein Ferienhauskonzern in Dänemark und Deutschland, der auch Ferienhäuser im dem Ostseebad errichtet hat. Zwischen der Gemeinde und der Planet Haus AG herrscht seit dieser Zeit ein angespanntes Verhältnis. Grund ist der lange Leerstand der Immobilie und somit das Fehlen einer Gastronomie im Ostseebad (wir berichteten). Der als Spielscheune geplante rückwärtige Teil des Gebäudes wurde in dieser Funktion bisher noch nie verwendet. Leere Räume, nackter Betonboden – so präsentiert sich die Scheune bis heute.

Das wird sich in den nächsten Monaten ändern. Johannes Jannsen, der bereits in der Gemeinde Gettorf im Dänischen Wohld das „Geotanium“, ein Museum mit einem geologischen Indoor-Spielplatz, und im Ostseebad Damp das Museumsschiff „Albatros“ betreibt, plant in der Halle die Einrichtung eines „Geotaniums“ für Schönhagen. Das Konzept sieht die Schaffung eines Museums inklusive Erlebniswelt, Stein-Shop mit Mineralien, Fossilien und Edelsteinen, Bücher und Sammlerbedarf sowie eines kleinen Cafés vor. „Das Piratenschatzland passt perfekt an den Schönhagener Strand“, war sich der Diplom-Geologe sicher. Auf dem Spielschiff könnten Kinder Edelsteine suchen und im Sand auf Goldsuche gehen. Für Kinder sollen eigens Mitmach-Aktionen, wie eine Fossilienwerkstatt, angeboten werden. Die Planungen laufen auf Hochtouren, da bereits zum Saisonstart 2016 das „Geotanium“ eröffnen soll.

Dazu erklärte Christian Puls den Gemeindevertretern: „Alles, was den Seestern nach vorne bringt, ist gut. Oberstes Ziel ist nach wie vor, wieder Gastronomie anzusiedeln.“ Das Ostseebad erfahre durch das „Geotanium“ aber auf jeden Fall eine zusätzliche Aufwertung – besonders für die Urlauberfamilien. Für die Saison 2016 werde es bereits im Internetauftritt von Novasol beworben, im Katalog erscheine es 2017, sagte der Berater. Und daneben erhoffe man sich im Zuge des Besucherstroms neue Pacht-Interessenten für das Restaurant.

Für die Gemeindevertretung selbst kam diese Nachricht am Dienstag überraschend. Christian Schlömer hatte bereits Ende der vergangenen Woche durch einen Anruf von Sven Hollesen, Geschäftsführer der Planet Haus AG, Kenntnis davon. Er wünschte Johannes Jannsen mit der Verwirklichung seiner Pläne viel Glück.

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