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Junior-Akademie : Begeisterung fürs Lernen wecken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Klaus-Harms-Schule richtet einen eigenen Raum für lernstarke Schüler ein. Mithilfe der Junior-Akademie wird den Gymnasiasten eine fachspezifische Förderung ermöglicht.

Die Klaus-Harms-Schule feilt weiter an ihrem ganz individuellen Profil. Nach Unesco-Projekt-Schule, einer stets wachsenden Zahl an Austauschschülern und jüngst dem aufwendigen Baltic Sea Project hat das Gymnasium einen weiteren Schwerpunkt für sich entdeckt: die spezielle Förderung von besonders lernstarken Schülern. Gestern Mittag wurde eigens für diesen Zweck ein Raum eingeweiht.

Das Zauberwort heißt Junior-Akademie. Dieses Programm erlaubt es Schülern, denen das Lernen besonders leicht fällt, sich auch auf außerschulischen Pfaden weiter zu bilden, jedoch immer getragen von ihrem Gymnasium. Ein Bestandteil dieses Programms ist der neue Raum: frisch gestrichen, ausgestattet mit schnellen Rechnern, stabilem Internetzugang, einer kleinen Bibliothek, einer Couch-Ecke und weiteren Stühlen und Tischen zum gemeinsamen oder individuellen Lernen und Forschen. Möglich gemacht hat dies ein 8000-Euro-Zuschuss des Landes, den sich die Schule mit ihrer Teilnahme am SHiB-Programm (Schleswig-Holstein inklusive Begabtenförderung) erarbeitet hat. Für Schulleiter Thomas Hellmuth geht dieser Schritt in die richtige Richtung. „Es geht nicht ausschließlich darum, Lerndefizite aufzufangen. Auch begabte Schüler haben ein Recht auf Förderung“, sagte Hellmuth.

Die ausgewählten Junior-Akademiker – also Schüler, die vom Lehrerkollegium als lernbegeistert eingestuft werden – können sich jederzeit einen Schlüssel für ihren speziellen Raum holen. In der Mittagspause bieten sie dort zudem für alle Schüler eine „Lern-Apotheke“ an, wollen anderen in methodischen oder inhaltlichen Fragen unterstützen. Lehrerin Gaby Schwitalla sagte gestern: „Wir wünschen uns, dass dieser Raum intensivst genutzt wird.“

Unter anderem auch von den Junior-Akademikern, die sich zu Schülerpaten haben ausbilden lassen, um anderen Schüler mit besonderer Lernstärke bei ihrer Eigen-Organisation zu helfen. Einer von ihnen ist Broder Ernst. Der Elftklässler besucht dank der Junior-Akademie im Jahrgang über ihm den Spanisch-Unterricht. Als Pate will er seine Erfahrungen weitergeben und den neuen Raum auch für sich selber nutzen – „um Projekte vorzubereiten oder in Ruhe Hausaufgaben zu machen“. Genauso Jan-Willem Sander. Der 16-Jährige hat ein Faible für Naturwissenschaften, die Junior-Akademie ermöglicht ihm, an der Uni Heidelberg seine Physikkenntnisse zu vertiefen und gleichzeitig an besonderen Exkursionen, etwa ins VW-Werk, teilzunehmen.

Die vielfältigen Interessen der Junior-Akademiker finden sich übrigens auch an den Wänden des selbstgestalteten neuen Raumes wieder: Von Bildern im Pop-Art-Stil lächeln Marie Curie, David Beckham, Nelson Mandela und Whitney Houston. In dieser Umgebung schwärmte gestern Lehrerin Gaby Schwitalla von ihren Schülern: „So viel Motivation und Begeisterung für eine Sache, für besondere Inhalte findet man im regulären Unterricht in dieser Weise eher selten.“

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erstellt am 12.Sep.2013 | 08:00 Uhr

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