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Schlei-Bote

24. August 2017 | 07:26 Uhr

Kappeln : Awo fordert Möbelkammer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Klamottenkiste erhält starken Zuspruch durch Asylbewerber. Mitglieder bestätigen auf der Jahreshauptversammlung Maria Winter einstimmig als Vorsitzende.

Mit ihrer Kleiderkammer, auch „Awo-Klamottenkiste“ genannt, erbringt der Ortsverband Kappeln der Arbeiterwohlfahrt eine beachtliche soziale Leistung. Fünf Tage in der Woche können sich hier Bedürftige, von Kleinkindern bis Senioren, mit Kleidungsstücken eindecken. Nach dem Umzug von der Arnisser Straße in die Mühlenstraße ist der Besucherstrom noch stärker geworden, berichtete auf der Jahreshauptversammlung im Begegnungszentrum Ellenberg die Vorsitzende Maria Winter. Stark zugenommen hat die Inanspruchnahme durch Asylbewerber. „Wir können nicht jeden Wunsch sofort erfüllen“, meinte die Vorsitzende, helfen aber bei der notwendigen Beschaffung. Winter unterstrich die Öffnungszeiten der Kammer von Montag bis Donnerstag ganztägig und Freitagvormittag und die Möglichkeit, sich dort mit allen Bekleidungsstücken eindecken zu können.

Erwartet wird dafür ein kleiner Obolus als Spende. Dieser Betrag kommt wieder sozialen Einrichtungen in Kappeln zu Gute. Bedauert wird das Fehlen einer Möbelkammer. Ex-Awo-Vorsitzende Barbara Zink und Elisabeth Andresen kritisierten, dass die Stadt Kappeln nicht in der Lage sei, eine Möbelkammer einzurichten. Dabei würden der Awo immer wieder Möbelstücke angeboten. Auf der anderen Seite sei auch der Bedarf nicht zuletzt durch die Flüchtlinge erheblich. Laut Winter haben Gespräche des Awo-Landesverbandes mit der Stadt kein Ergebnis gebracht, da der Stadt die notwendigen Finanzmittel für den Betrieb einer Möbelkammer fehlten. „Wir sind mit unserem ehrenamtlichen Engagement an der Leistungsgrenze und können nicht noch eine Möbelkammer betreiben“, hielt Maria Winter dagegen.

Trotz des großen sozialen Engagements organisierte die Awo im vergangenen Jahr eine Schleitour für Mitglieder und ehrenamtlich Tätige. Zudem reisten die Mitglieder nach Friedrichstadt und zum Hansa-Park. Den Jahresabschluss bildete ein Adventsnachmittag.

Einstimmig bestätigte die Mitgliederversammlung Maria Winter als Vorsitzende. Neu in den Vorstand zieht Oliver Bruton als stellvertretender Vorsitzender. Beisitzer sind Christa Thadewaldt und Karin Küppe.

„Als soziale Einrichtung gewinnt die Awo immer mehr an Bedeutung“, unterstrich Bürgermeister Heiko Traulsen, dies auch vor dem Hintergrund der Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge in Kappeln. Traulsen forderte die Awo-Mitglieder auf, sich trotz des starken Engagements nicht entmutigen zu lassen, denn auch in Zukunft würden „Menschen bei uns Zuflucht suchen“. Heringskönig und der zweite stellvertretende Bürgervorsteher Christian Andresen bescheinigte der Awo ihre Arbeit nicht an die große Glocke zu hängen, sondern im Stillen zu wirken.  

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erstellt am 21.Mär.2016 | 07:30 Uhr

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