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Auto überschlägt sich auf B 203 – Unfallfahrer stundenlang vermisst

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

von
erstellt am 26.Okt.2013 | 00:32 Uhr

Sein Fahrzeug kam links von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum, überschlug sich und blieb schließlich stark beschädigt auf dem Dach auf einer Koppel liegen. Der 72-jährige Fahrer eines Mercedes konnte sich nur leicht verletzt aus dem Fahrzeug befreien und ließ sich vermutlich unter Schock von einem Bekannten abholen. Polizei und Rettungswagen, die in der Nacht zu gestern gegen 1.50 Uhr durch einen anderen Verkehrsteilnehmer alarmiert wurden und zur Unfallstelle auf der B 203 in Höhe Dörphof kamen, konnten den Fahrer dort nicht mehr antreffen.

Daraufhin leitete die Polizei eine Großsuche nach dem Unfallfahrer ein. Gegen 2.40 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Schuby und Damp sowie die Hundestaffel aus Schleswig zur Unterstützung angefordert. Damit sollte ausgeschlossen werden, dass der Fahrer im Schockzustand umherirrte oder verletzt liegen geblieben war. Nach Auskunft der Polizei wurde in verschieden Gruppen mit Unterstützung durch Lichtmasten und den Einsatz einer Wärmebildkamera bis gegen 6 Uhr nach dem Fahrer im Umfeld des Unfallortes ergebnislos gesucht.

„Bis zum Waldrand zwischen den Ausfahrten Schuby und Karby haben wir alles abgesucht“, berichtete Volker Starck, Wehrführer der Feuerwehr Schuby, der den Einsatz leitete. Teilweise sei die B 203 auch für den Verkehr gesperrt gewesen, damit die Suchhunde sicher die Fahrbahn und den Randstreifen absuchen konnten, berichtete Starck auf Nachfrage unserer Zeitung weiter.

Gestern Morgen, schätzungsweise zwei Stunden nach Ende der Suche nach ihm, hatte sich der Fahrer dann bei der Polizei im Kreis Schleswig-Flensburg gemeldet, so Polizeipressesprecher Sönke Hinrichs. Der 72-Jährige gab an, den Mercedes gefahren zu haben und wahrscheinlich am Steuer in Fahrtrichtung Kappeln eingeschlafen zu sein. Da er nur leicht verletzt war, hatte er sich unter Schock stehend von einem Bekannten am Unfallort abholen, aber nicht nach Hause fahren lassen.

Dort und auch in Krankenhäusern der Region hatte die Polizei ihn nachts bei ihren Ermittlungen nicht angetroffen. Erst später kamen der Fahrer und sein Bekannter auf die Idee, die Polizei zu verständigen, heißt es in einer Mitteilung. Alkoholeinfluss soll nach Feststellung der Kollegen der Polizeidirektion Flensburg keine Rolle gespielt haben. Der Mercedes wurde total beschädigt.





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