Brodersby : Aus für Missunder Campingplatz

Die Ruhe auf dem Campingplatz „Missunder Enge' ist trügerisch. Es wird die letzte Saison für die Camper auf diesem Platz sein.
Die Ruhe auf dem Campingplatz „Missunder Enge" ist trügerisch. Es wird die letzte Saison für die Camper auf diesem Platz sein.

Zur Erweiterung des Fährhauses gibt die Gemeinde grünes Licht für den Bau von neun Holzblockhäusern auf dem Gelände.

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15. Juli 2014, 07:30 Uhr

Die Abendsonne warf letzte Strahlen auf den idyllischen Campingplatz an der Missunder Enge. Ruhe und Beschaulichkeit in einem schönen Naturraum. Doch die Idylle geht für die Camper dort zu Ende. Die letzte Campingsaison ist angebrochen, denn die Gemeindevertretung Brodersby (Angeln) hat einstimmig beschlossen, in dem Bereich den Bau von Ferienwohnungen zuzulassen.

Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit der Entwicklung des Missunder Fährhauses zu sehen. Der neue Besitzer lässt das Missunder Fährhaus großzügig erneuern und erweitern. In diesem Zusammenhang ist vom Investor geplant, den Campingplatz aufzugeben und dort neun Holzblockhäuser zu bauen, die vom Missunder Fährhaus als Übernachtungsquartier mit bewirtschaftet werden. Die weitere Entwicklung des Missunder Fährhauses war bereits vor einem Monat von den Gemeindevertretern diskutiert worden. Da man das Thema noch in den Ausschüssen eingehend beraten wollte, erfolgte keine Beschlussfassung.

Die gab es nun, war kurz und bündig und lautete: „Die Gemeinde Brodersby wird die Entwicklung des Missunder Fährhauses um neun Ferienwohnungen unterstützen.“

Auf Nachfrage begründete der amtierende Bürgermeister Heinz-Erich Puzich den Beschluss mit der Zusage des Investors, dass die Gemeinde Brodersby auch in Zukunft eine Wegerecht am Schleiufer, wie es bereits besteht, behält. Auch sieht der Wirtschafts- und Finanzausschuss nach Rücksprache mit dem Marktreff-Leiter keine gravierenden Nachteile für den Brodersbyer Markttreff, wenn der Campingplatz nicht mehr existiert. Puzich zeigte sich darüber hinaus zufrieden, dass die Gewerbesteuer des Missunder Fährhauses der Gemeinde Brodersby zugute kommt, obwohl der Eigentümer seinen Firmensitz in Bremen habe.

Mit diesem Beschluss hoffen die Brodersbyer Gemeindevertreter, das Thema „Erweiterung Missunder Fährhaus“ abschließen zu können und dass die Baumaßnahmen zügig zum Abschluss kommen.

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