Kappeln : Augen auf beim Einkaufsbummel

Die Polizei warnt vor Taschendieben.
Die Polizei warnt vor Taschendieben.

Die Zahl der Taschendiebstähle in Kappeln und Umgebung steigt nach Polizeiangaben deutlich an.

shz.de von
27. Juni 2018, 07:00 Uhr

Wenn die Geldbörse unbeaufsichtigt in der Tasche im Einkaufswagen liegen bleibt, kann es an der Kasse eine böse Überraschung geben. „Es ist ein deutlicher Anstieg von Taschendiebstählen in Kappeln zu verzeichnen. Besonders in Einkaufsmärkten werden Portemonnaies aus Einkaufstaschen entwendet“, berichtet Rainer Detlefsen, stellvertretender Revierleiter der Polizei in Kappeln.

Etwa vor drei Wochen gingen die ersten Anzeigen bei der Polizei ein. Die Lebensmittelmärkte und Discounter am Stadtrand sind ebenso betroffen, wie belebte Geschäfte in der Innenstadt. Der oder die Täter nutzen die Momente, in denen die Einkaufstasche unbeaufsichtigt zurückgelassen wird. Darüber hinaus sei festzustellen, dass in einigen Fällen die Täter ihre Opfer ansprechen, um sie abzulenken. „Können Sie mir sagen, wo ich die Milch finde – manchmal genügt ein kurzer Moment, in dem der Betroffene in eine andere Richtung guckt, denn oft sind es wohl zwei oder mehr Täter“, beschreibt Detlefsen. „Wir bitten insbesondere ältere Mitbürger, ihre Taschen nicht unbeaufsichtigt zu lassen“, so der stellvertretende Kappelner Polizeichef weiter. Außerdem empfiehlt er, darauf zu achten, dass eine Bankkarte und die dazugehörige Persönliche Identifikationsnummer (Pin) nicht zusammen in einer Geldbörse aufbewahrt werden. Auch wenn die Frage nach Wechselgeld kommt, müsse man vorsichtig sein. „Man guckt gemeinsam ins Portemonnaie und merkt erst später, dass die Scheine fehlen.“ Viele der Geldbörsen tauchen später im Geschäft wieder auf. Und offenbar erstatten nicht alle Geschädigten Anzeige. „Uns sind mehr gefundene Portemonnaies gemeldet worden, als Diebstähle“, sagt Detlefsen und ermutigt dazu, sich in jedem Fall bei der Polizei zu melden.

Aber nicht nur die Zunahme an Diebstählen beschäftigt die Kappelner Polizei. Gestern berichtete der Schlei Bote über Vandalismus am Sonntagabend in Olpenitzdorf. „Hier wurden gegen 23.30 Uhr zwei Jugendliche beobachtet, die die Scheiben des Wartehäuschens am Weidefelder Weg eingeschlagen haben“, berichtet Detlefsen. Bereits am Sonnabend gegen 13.50 Uhr wurde die Scheibe an einem Bürogebäude in Mehlbydiek eingeworfen.

„Am Montag wurden auf dem Polizeirevier einige Anzeigen erstattet, bei denen Fahrzeuge durch Pflastersteine in der Nacht auf Montag beschädigt wurden.“ Die Taten ereigneten sich in Kappeln, aber auch im Umfeld wie Stutebüll, Stenderup und Mohrkirch. Die Steine, die alle identisch sind, landeten auf Motorhauben, Kofferraumdeckeln und Spoilern. An einem Fahrzeug in der Süeskoppel sprang gegen 4 Uhr die Alarmanlage an. „Der oder die Täter dürften mit einem Pkw unterwegs gewesen sein“, vermutet Detlefsen.

Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeirevier unter Tel. 0 46 42 / 9 65 59 01 in Verbindung zu setzen.

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