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2015 statt 2017 : Arnisser feiern ihr Stadtfest doch

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Touristikausschuss wollte dem Stadtfest eine kreative Pause gönnen und Ehrenamtler schonen. Jetzt soll aber doch statt 2017 schon wieder 2015 gefeiert werden.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 07:30 Uhr

In Arnis wird es im Jahr 2015 nun womöglich doch ein Stadtfest geben. Die Stadtvertretung hat auf ihrer jüngsten Sitzung überraschend den Beschluss des Touristikausschusses gekippt. Der Touristikausschuss unter Vorsitz von Hans Joachim Schock hatte sich im September dafür ausgesprochen, das nächste Stadtfest nicht wie gewohnt in zwei Jahren, sondern erst zum 350-jährigen Bestehen der Stadt im Jahr 2017 zu feiern. Der Ausschuss hatte dies mit der Überlastung der ehrenamtlichen Helfer begründet, zumal mit dem Festival „Musik am Noor“ eine jährliche Veranstaltung ausgerichtet wird, die erheblichen Aufwand erfordere.

In der Stadtvertretung war die Auffassung dazu gespalten. Ralf Timm (SSW) sagte dazu: „Ich bin zwar einer der Mehrfachbelasteten, doch die Frage ist, wie es bei den Einwohnern ankommt, wenn wir das Stadtfest sausen lassen.“ Thomas Wetjen, ebenfalls vom SSW, bot seine Unterstützung an, um sich in der Stadt umzuhören, wer mithelfen könne, das Stadtfest doch auf die Beine zu stellen. Die Chancen dafür beurteilte Schock skeptisch: „Beim letzten Stadtfest hat Karin (Matthiesen, die Red.) das doch fast allein gemacht.“

Ralf Timm hatte eine andere Idee und schlug vor, den „Riesen-Überschuss“ aus dem Festival „Musik am Noor“ einzusetzen, um Helfer zu bezahlen und damit die ehrenamtlichen Kräfte zu entlasten. Peter Ilgenstein von der Wählergemeinschaft Bürger für Arnis (BfA) glaubte, dass man damit auch keinen Blumentopf gewinnen könne: „Doch mehr als zwei Jahre auszusetzen, finde ich tödlich für das Stadtfest. Die Besucher kommen nicht wieder.“

Bürgermeister Bernd Kugler (BfA) meinte, dass man in der Vergangenheit auch versucht hätte, „Musik am Noor“ und das Stadtfest miteinander zu verbinden, doch sei dies daran gescheitert, dass das Festival so viele Kräfte binde. Beate Nachtigall (BfA) sah in einer Pause auch eine Chance zur Weiterentwicklung des Stadtfestes. „Das ist gar nicht so schlecht, wenn wir das Fest aussetzen lassen“, sagte Nachtigall. „Dann können wir uns mehr Zeit nehmen, um etwas Anspruchsvolleres zu entwickeln.“ Kugler hatte den Beschluss des Touristikausschusses auch so verstanden, dass man die Zeit nutzen wolle, um ein neues Konzept zu entwickeln. Als Beispiel nannte er die diesjährige Fotorallye. „Wenn wir in die Richtung weiter denken, dann lässt sich auch im Jahr 2017 etwas Schönes machen.“

Touristikausschuss-Vorsitzender Hans Joachim Schock wandte ein, dass eine solche Veranstaltung sehr viele Kräfte binde. „Und es sind immer dieselben Leute, die etwas machen.“ Zudem brauche die Stadt eine gewisse Vorlaufzeit, um etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. „Doch bis 2015 haben wir keine zwei Jahre mehr“, so Schock. Doch außer ihm dachten nur Kugler und Nachtigall so. Mit vier zu drei Stimmen sprach sich eine knappe Mehrheit gegen die Empfehlung des Touristikausschusses aus, das Stadtfest im Jahr 2015 ausfallen zu lassen. Thomas Wetjen hatte sich unmittelbar vor der Abstimmung bereit erklärt, einen Festausschuss zusammenzustellen, der mit dem Touristikausschuss zusammenarbeitet, um das Stadtfest für 2015 vorzubereiten. Mit dieser Abstimmung erhielt Wetjen quasi den Auftrag für die Umsetzung dieses Plans.

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