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Multifunktionsgebäude : Arnis reicht Grödersby die Hand

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach Irritationen um neues Mehrzweckgebäude: Arnis will die Planung mit Grödersby gemeinsam voranbringen.

Das neue Feuerwehrgerätehaus samt Gemeindesaal ist ein Stück weiter in die Ferne gerückt. Zwar hatten die Arnisser Stadtvertreter bereits im vergangenen April für geschätzte Kosten von 15.000 Euro die Aufstellung des B-Plans Nr. 2 „Sondergebiet Feuerwehrgerätehaus“ beschlossen, viel passiert ist seitdem allerdings noch nicht. Und jetzt legte die Stadt das Projekt zwar nicht gänzlich auf Eis, zog aber zumindest die Handbremse, um zunächst die Nachbargemeinde Grödersby intensiver mit einbinden zu können.

Bürgermeister Bernd Kugler gab daher auch gleich zu Beginn die Marschroute aus: „Ich möchte den Beschlussvorschlag gerne canceln.“ Damit bezog er sich auf die Vorlage, die die Stadtvertreter eigentlich abzuarbeiten hatten und an deren Ende die Bereitstellung von 1,6 Millionen Euro über drei Haushaltsjahre für den Neubau stand. Stattdessen wolle man, so Kugler weiter, das Projekt Neubau mit Grödersby gemeinsam umsetzen und die Gemeinde daher „von vornherein“ einbinden. Kuglers Appell: „Die Missverständnisse sollten der Vergangenheit angehören.“ Zur Erinnerung: Ebenfalls im April hatte Grödersbys Bürgermeister Helmut Andresen sein Missfallen am Arnisser Vorgehen geäußert, da man die Grödersbyer erst „später ins Boot“ hole. Jetzt führte Bernd Kugler aus, dass ja eben auch die Grödersbyer Wehr ein neues Fahrzeug benötige, das dann aber nicht mehr in die alte Garage passe. „Es wäre irrsinnig, Geld zu verplempern“, sagte er. „Und es sollte möglich sein, die Planung für einen Neubau gemeinsam anzugehen.“ Arnis habe bislang lediglich die Voraussetzungen schaffen wollen, um überhaupt etwas planen zu können. Kugler: „Und wenn es konkret wird, sind wir wirklich bereit, das gemeinsam zu tun.“

Spontanes Lob kam von Stadtvertreterin Beate Nachtigall (Bürger für Arnis/BfA): „Sehr vernünftig.“ Und der Arnisser Wehrführer Dietmar Schlömer konnte von in der jüngeren Vergangenheit bereits gemeinsam absolvierten Übungen der beiden Ortswehren berichten. Sein persönliches Fazit zu einer möglicherweise gemeinsamen Zukunft der beiden Wehren: „Wir müssen es einfach probieren und uns rantasten. Die Sache muss wachsen. Und die beiden Gemeinden müssen sich im Klaren sein, dass so etwas nicht ad hoc passieren kann.“ Schlömer nutzte zudem die Gelegenheit zu betonen, dass der recht kostenintensive Neubau ja nicht allein der Wehr zugutekommen solle. „Der Bau soll ein Mix aus Gerätehaus und Multifunktionsgebäude werden“, sagte er. Also profitierten neben den Feuerwehrleuten auch die Bürger. Und er erinnerte daran, dass die Arnisser Wehr nicht auf unbestimmte Zeit auf ein neues Gerätehaus warten könne. „Das muss in naher Zukunft in Angriff genommen werden“, sagte er in Richtung seiner Stadtvertreter. „Ob mit oder ohne Multifunktion.“ Bernd Kugler beruhigte ihn insofern, als dass er klarstellte, dass man beide Varianten durchrechnen könne.

Einstimmig stellten die Stadtvertreter im Anschluss 20.000 Euro im Haushalt des nächsten Jahres zur Verfügung, um eine Grundplanung für ein Multifunktionsgebäude anzustreben. Schon in die ersten Gespräche mit einem Architekten sollen die Grödersbyer eingebunden werden. Und Bernd Kugler schickte noch einmal eine Aufforderung in die Arnisser Runde und eineinhalb Kilometer weiter: „Die Vorwürfe sollten endlich begraben werden.“

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erstellt am 15.Dez.2016 | 07:00 Uhr

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