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Pause fürs Stadtfest : Arnis legt Stadtfest auf Eis

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Arnisser Volksfest soll künftig nur noch zu besonderen Anlässen stattfinden – das nächste Mal 2017 in Verbindung mit der 350-Jahr-Feier der Stadt. Die freiwilligen Helfer fühlen sich sonst überlastet.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 07:30 Uhr

Jedes zweite Jahr ein Arnisser Stadtfest wie zuletzt im Juni – das wird es in dieser Form nicht mehr geben, so entschieden es die Mitglieder des Touristikausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das im August zum dritten Mal ausgetragene Musikfestival „Jazz am Noor“, erheblichen organisatorischen Aufwand erfordert. Das alles sei, wie es im Ausschuss hieß, für die vielen freiwilligen Helfer nicht ohne Weiteres zu „wuppen“, führe zu einer Überbeanspruchung.

Die Ausschussmitglieder schlossen sich der Auffassung ihres Vorsitzenden Hans-Joachim Schock an, das Stadtfest vorerst „auf Eis zu legen“. Es soll künftig nur noch zu zu besonderen Anlässen und themenbezogen stattfinden, um „neuen Schwung ins Geschehen zu bringen“. Das bedeutet, dass es das nächste Stadtfest erst 2017 und nicht 2015 geben wird. 2017 hat Deutschlands kleinste Stadt dann einen besonderen Grund zum Feiern: ihr 350-jähriges Bestehen.

Was das vierte Festival „Musik am Noor“ betrifft, steht der nächste Termin im kommenden Jahr bereits fest: 8. und 9. August. Schock, der für den Ausschuss dem Arnisser Organisationsteam angehört, ließ schon jetzt durchblicken: „Es gibt viel zu tun.“ Dabei versäumte er nicht, rückblickend allen freiwilligen Helfern sowie den Sponsoren zu danken.

Vier Ausstellungen von Mai bis September im Sitzungssaal des Rathauses, so soll es auch im nächsten Jahr wieder sein, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Denn nicht nur die Aussteller waren ob der Resonanz zufrieden, sondern auch die Besucher mit dem, was sie zu sehen bekamen. Längst sind diese Sommerausstellungen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und so haben sich interessierte Aussteller bereits gemeldet. Dazu werden im nächsten Jahr auch zwei örtliche Künstler gehören.

Das besondere Ambiente des Sitzungssaales soll nach Möglichkeit auch im Winter genutzt werden. So kommt Ende Oktober eine Märchenerzählerin mit Geschichten und Musik aus Kiesby. Die Überlegungen dahin, auch Lesungen anzubieten – beispielsweise abends am ersten Adventswochenende, wenn tagsüber Künstler der kleinen Stadt wieder in ihre offenen Werkstätten einladen.

„Grau und trist“, so präsentiert sich derzeit die Website der Stadt, beklagte Hans-Joachim Schock und bemängelte eine fehlende Dynamik. So kamen die Ausschussmitglieder überein, die alte durch eine neue Seite – hell und freundlich – zu ersetzen. Das soll 800 Euro kosten. Die Pflege der Website werden Heike Matthiesen und der Vorsitzende übernehmen.

Zur Tagesordnung gehörte auch der Punkt „Erneuerung der Schaukästen“ bei der Fähre und am Ortseingang-Parkplatz. Der eine Kasten ist zusammen gebrochen, der andere sieht auch nicht mehr gut aus. 2000 Euro wurden für die Neuanschaffung mitsamt Flyer-Boxen veranschlagt. Gefragt waren im weiteren Verlauf der Sitzung Ideen für den Rundwanderweg. Da wurde von einem Mehr an Sitzgelegenheiten gesprochen und auch davon, dass besagter Weg, der nach den Worten von Schock stark frequentiert wird, überall gut zugänglich sein müsse – auch für Rollstuhlfahrer. Um dies zu ermöglichen, soll der städtische Bauausschuss damit beauftragt werden, dass dort aufgeräumt wird.

„Das kannst du vergessen“, schmetterte Mie Pape den Vorschlag zur Schaffung eines Outdoor-Fitnessplatzes ab – vor allem wegen der Kosten. Keine Chancen sahen die Ausschussmitglieder zudem für eine öffentliche Slipanlage neben der Fähre. Dafür sei es in Arnis schlichtweg zu eng. Doch soll die Idee nicht aus den Augen verloren werden und sich diesbezüglich mit der Wassersportgemeinschaft Grödersby in Verbindung gesetzt werden.

 

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