Grundschulneubau : Architekten-Andrang in Süderbrarup

Volles Haus beim Kolloquium: 152 Planungsbüros schickten ihre Vertreter nach Süderbrarup.
Volles Haus beim Kolloquium: 152 Planungsbüros schickten ihre Vertreter nach Süderbrarup.

250 Planer informierten sich über die Bedingungen beim Bau der neuen Amtsgrundschule.

shz.de von
21. Mai 2015, 12:30 Uhr

Das Interesse von Architekten am Bau der neuen Amtsgrundschule von Süderbrarup ist groß. Etwa 250 Planer von mehr als 152 Büros beteiligten sich am Kolloquium des Realisierungswettbewerbs im Bürgerhaus von Süderbrarup. Der Wettbewerb war vom Amt Süderbrarup ausgeschrieben worden. Ziel ist der Bau einer dreizügigen Schule auf dem Gelände der Ehlerskoppel in Süderbrarup. Diese Schule soll alle anderen Grundschulen im Amt Süderbrarup ersetzen (wir berichteten).

Die Baugesamtsumme von sechs Millionen Euro, von denen 3,5 bis vier Millionen Euro für die reine Bausubstanz vorgesehen sind, reizt Architekten, deren Honorar sich an den Baukosten misst. Das Kolloquium diente dazu, offene Fragen zu klären, die sich aus der Ausschreibung ergaben. Als Gesprächspartner stellten sich das wettbewerbsbegleitende Büro Richter, Preisrichter, die Schulleiter, der Bürgermeister der Standortgemeinde, Mitglieder des Amtsausschusses sowie der Verwaltung zur Verfügung.

Dieter Richter leitete als Vorprüfer die Versammlung. Aus den schriftlichen Anfragen hatte er eine Antwortliste entwickelt, die bereits viele Probleme abdeckte. „Das Gelände ist groß und bietet viele Möglichkeiten“, motivierte er seine Kollegen. Diese waren im Gegenzug über den großen Freiheitsgrad gar nicht begeistert, sondern hätten lieber konkretere Angaben zum Thema gehabt. Diese erhielten sie nur für die Schülerzahl von 300 und die Lehrerzahl von 40. Eine Aussage über das Schulkonzept lieferte man ihnen dagegen sie nicht. Außerdem wurde ihnen ans Herz gelegt, Erweiterungsflächen für Bürgerhaus und Feuerwehrgerätehaus vorzuhalten. Dagegen bräuchten sie in der Planung keine Rücksicht auf die jetzt noch auf der Fläche residierenden Kleingärtner zu nehmen, da diese, laut Ankündigung von Richter, komplett umgesiedelt würden.

„Wir brauchen eine Architektur, die viel ermöglicht und wenig behindert“, erklärte Wolfgang Schäfing, Schulleiter zweier Grundschulen. Es werde ein flexibles Gebäude erwartet, das viele Optionen offen halte. Als Beispiel nannte er eine Pausenhalle oder ein Foyer, das sich mit benachbarten Räumen erweitern ließe. Auch sollten alle Flure und Klassenräume falls möglich Kontakt nach außen haben. Zum Schluss wies Richter noch einmal auf die strenge Einhaltung der Kostenvorgabe hin. Danach besichtigte die Zuhörerschaft das zukünftige Baugelände.

Ob sich alle Büros mit einem ersten Entwurf am Wettbewerb beteiligen, wird man erst am Stichtag, 19. Juni, wissen, dann ist die erste Phase abgeschlossen. Ab dem 10. Juli tritt das Preisgericht zusammen, das aus den Entwürfen zehn auswählt, die in die engere Wahl kommen. Diese Büros müssen bis zum 18. September ein Modell und detaillierte Pläne vorlegen. Daraus wählt das Preisgericht am Ende des Monats die drei Sieger des mit 10 000 Euro dotierten Wettbewerbs aus.

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