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Süderbrarup : Archäologischer Rundweg eingeweiht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Von der einst geplanten Luxus-Version mit Pavillon und Steg ins Moor bleiben allein acht Schautafeln übrig.

Mit einem Besichtigungsrundgang um das Thorsberger Moor eröffnete Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu den archäologischen Rundweg von Süderbrarup. Auf acht Edelstahl-Hinweistafeln wird die Geschichte der Landschaft und Besiedlung in Deutsch, Dänisch und Englisch dargestellt. Dabei werden immer Bezüge zu den archäologischen Funden aus der römischen Kaiserzeit hergestellt. Etwa 30 Bürger und Beteiligte begleiteten diesen ersten Rundgang.

Bevor Bürgermeister Bennetreu die erste Tafel enthüllte, gab er einen Rückblick auf die Entwicklung des Rundwegs. Bereits vor 13 Jahren hatte Marc Neben aus Süderbrarup, damals Student der Früh- und Urgeschichte, einen Entwurf für eine Beschilderung archäologischer Denkmäler im Ortsbereich von Süderbrarup vorgestellt. Doch richtig ernst genommen wurde dieses Thema erst fünf Jahre später. Im Rahmen des EU-Programmes „Leader plus“ wurde im Zuge der Dorfentwicklungsplanung im Amt Süderbrarup der „Rundweg Archäologie-Landschaft-Natur“ als strukturwirksames Projekt für Süderbrarup vorgeschlagen.

Drei Jahre lang befassten sich ein Arbeitskreis und eine externe Planungsgruppe mit der Problematik. Sie legten 2009 einen förderfähigen Luxusvorschlag vor. Dieser beinhaltete einen Informationspavillon am Thorsberger Moor sowie einen Besichtigungssteg, der ins Moor hinein führt. Beide Projekte waren in der Süderbraruper Bevölkerung hart umstritten. Und als dann noch eine veranschlagte Gesamtsumme von 214.000 Euro auf den Tisch kam, zog die Gemeindevertretung die Notbremse – obwohl von der Aktivregion bereits eine Förderzusage von 99.800 Euro vorlag. Nur dem damaligen Leiter des Arbeitskreises und heutigen Bürgermeister Friedrich Bennetreu ist es zu verdanken, dass das Projekt auf kleiner Flamme weiterkochen durfte.

Mit Hilfe der Archäologinnen Dr. Ruth Blankenfeldt, Dr. Nina Lau und Dr. Suzana Matesic sowie vieler ehrenamtlicher Helfer wurden die acht Tafeln angefertigt, die eine Präsentation von historischen Ereignissen aus fast zwei Jahrtausenden zeigen. Die dänische Übersetzung übernahm Gemeindevertreterin Gerda Eichhorn. Die Tafeln stehen jetzt auf massiven Edelstahlgerüsten rund um das Thorsberger Moor. Und ihre Umgebung ist so angelegt, dass sie zum Verweilen einlädt.

Einen Zuschuss von der Aktivregion gibt es auch. „Wir haben eine Menge Potenzial in dieser Region und müssen die Besucher auch heranführen“, begründete der LAG-Vorsitzende Hans-Werner Berlau die Förderung. Diese fällt mit rund 20.000 Euro wesentlich geringer aus als beim ersten Antrag. Doch natürlich ist auch die Gesamtsumme mit etwas über 40.000 Euro wesentlich geringer als vor fünf Jahren. In Süderbrarup ist man mit der Lösung, bei der die Gemeinde etwa 100.000 Euro eingespart hat, sehr zufrieden.

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