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Arbeitsmarkt: Aufbruchstimmung kommt in Kappeln nicht an

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ein milder Winter trägt zur Erholung des Arbeitsmarktes bei. In der Flensburger Agentur für Arbeit stagnieren die Februar-Zahlen gegenüber dem Vormonat und sind gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. So nahm im Agenturbezirk Flensburg, zu dem neben der kreisfreien Stadt Flensburg auch die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland gehören, die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr von 9,2 Prozent auf 8,7 Prozent ab. Gegenüber dem Januar blieb sie unverändert bei 8,7 Prozent. Hans-Ulrich Gripp, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Flensburg, stellte einen direkten Zusammenhang zwischen den vergleichsweisen hohen Temperaturen und der Entspannung am Arbeitsmarkt her. „Der milde Winter begünstigt die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Statt zu entlassen, stellen die Betriebe im Hoch- und Gartenbau bereits wieder ein.“ Die meisten Einstellungen habe es in der Lagerwirtschaft gegeben.

Das vielleicht deutlichste Zeichen für eine Abnahme der Arbeitslosigkeit ist der Zuwachs an freien sozialversicherungspflichtigen Stellen. Im Februar waren dem Arbeitgeberservcice 2268 dieser Jobangebote gemeldet, 257 mehr als im Januar und 160 mehr als vor einem Jahr. Dazu sagte Gripp: „Der Zuwachs stimmt uns optimistisch für die kommenden Monate. Wir rechnen mit einem moderaten, aber kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit.“

Von einem kontinuierlichen Rückgang vor allem auf breiter Ebene kann in der Region Kappeln bei Weitem noch nicht die Rede sein. Während in nahezu allen Geschäftsstellen die Arbeitslosigleit im Vergleich zum Vorjahr zurückging, nahm sie in Kappeln leicht zu. Mit 10,2 Prozent hat die hiesige Geschäftsstelle als einzige im Agenturbezirk eine zweistellige Arbeitslosenquote. Tönning als vorletzte Agenturfiliale in diesem Ranking hat mit 9,5 Prozent schonen einen deutlichen Vorsprung auf Kappeln. Hinzu kommt, dass im Kappelner Gebiet die Zahl der Arbeitslosen in fast allen Altersgruppen im Vergleich zum Januar leicht zugenommen hat. Bei der Gruppe über 50-Jährigen ist sogar gegenüber dem Vorjahr, mit einem kälteren Winter, ein deutlicher Anstieg zu vermelden. Doch auch dort gibt es mit der Zahl der gemeldeten Stellen ein hoffnungsvolles Zeichen. Der Zugang an freien Stellen hat von Januar auf Februar um fast 58 Prozent zugenommen. Gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt die Steigerung fast 11 Prozent.

Im Kreis Schleswig-Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen um 44 (0,5 Prozent) auf 8269. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 308
(-3,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 8,1 Prozent, nachdem sie im Vorjahresmonat noch bei 8,5 Prozent gelegen hatte. Einstellungen gab es vor allem bei Köchen und Verkäufern.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 16:33 Uhr

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