Kappeln : Arbeitslosenzahl sinkt weiter

Die Kappelner Geschäftsstelle meldet eine Quote von 7,5 Prozent und gibt damit die rote Laterne ab.
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Die Kappelner Geschäftsstelle meldet eine Quote von 7,5 Prozent und gibt damit die rote Laterne ab.

Im Juni lag die Arbeitslosenquote für den Bezirk Kappeln bei 7,5 Prozent.

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01. Juli 2015, 07:00 Uhr

Nur noch knapp über der 1000er-Marke: Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Kappeln ist im Juni weiter zurückgegangen auf jetzt 1065 Menschen. Im Mai waren noch 1125 Personen ohne Arbeit. Pünktlich zum längst überfälligen Start des Sommers also lesen sich die Arbeitslosenzahlen immer positiver.

Im Vergleich zum Vormonat sind in Kappeln demnach 60 Menschen weniger arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Minus von 5,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat fällt der Rückgang sogar dreistellig aus: 162 Personen weniger blieben im Juni dieses Jahres ohne Job als im Juni 2014, ein Minus von 13,2 Prozent.

Bis auf die Gruppe der Ausländer hat im Juni jede andere Gruppe vom positiven Trend profitieren können, Männer und Langzeitarbeitslose haben in absoluten Zahlen den höchsten Rückgang zu verzeichnen. Waren im Mai noch 590 Männer arbeitslos gemeldet, machte ihre Zahl im Juni nur noch 554 aus, ein Rückgang von 6,1 Prozent. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Vergleich zum Mai um 40 (-6,0 Prozent) auf jetzt 625 zurück. In Prozentzahlen verzeichnet die Gruppe der 15- bis unter 25-Jährigen die beste Entwicklung: Statt 104 Menschen im Mai waren im Juni 93 von ihnen ohne Job – ein Minus von 10,6 Prozent. Auch mit Blick auf das Vorjahr fällt die Bilanz dieser drei Gruppen am besten aus: Im Juni 2014 waren noch 648 Männer (-14,5 Prozent), 738 Langzeitarbeitslose (-15,3 Prozent) und 132 15- bis unter 25-Jährige (-29,5 Prozent) ohne Anstellung. Das meiste Personal wurde im Juni allerdings nicht – wie man im Sommer annehmen könnte – im Gastgewerbe (15 Stellen), sondern im Gesundheits- und Sozialwesen (18 Stellen) gesucht. Insgesamt waren im Juni im Bezirk Kappeln
98 sozialversicherungspflichtige Posten zu vergeben, 39 mehr als im Vorjahresmonat.

Die Arbeitslosenquote betrug in der Region Kappeln im Juni 7,5 Prozent, vor einem Monat lag sie bei 8,0 Prozent, vor einem Jahr bei 8,6 Prozent. Die rote Laterne kann die Geschäftsstelle dank dieses Trends nun abgegeben: Im Agenturbezirk Flensburg, zu dem die Städte Flensburg und Schleswig sowie die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland gehören, ist die Kappelner Geschäftsstelle auf den vorletzten Rang geklettert – letzter ist nun der Geschäftsstellenbezirk Flensburg mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent.

Auch im Kreis Schleswig-Flensburg hat sich die Situation der Arbeitslosen weiter verbessert: Im Juni waren 6612 Menschen ohne Stelle gemeldet, 184 weniger als im Mai und 729 weniger als vor einem Jahr. Die Quote beträgt derzeit 6,4 Prozent, im Vormonat lag sie noch bei 6,6 Prozent, im Vorjahr bei 7,2 Prozent.

Mit Blick auf den gesamten Agenturbezirk ist die Arbeitslosenzahl ebenfalls weiter rückläufig. Während im Mai noch 16  441 Menschen ohne Job waren, betrug ihre Zahl im Juni nur 16  005, also 436 oder 2,7 Prozent weniger – der niedrigste Stand seit 2007. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es sogar 1375 Arbeitslose (-7,9 Prozent) weniger. Die Quote im Agenturbezirk liegt derzeit bei 6,6 Prozent nach 6,8 Prozent im Mai und 7,2 Prozent vor einem Jahr. Dazu Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Flensburg: „Die Belebung des Arbeitsmarkts verfestigt sich. Einstellungen erfolgen weiterhin in der Gastronomie, der Tourismusbranche, im Verkauf sowie in der Produktion und im Gesundheitswesen.“

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