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Rieseby : Arbeitsgruppe für Dorfentwicklung präsentiert erste Ergebnisse

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die ersten Ergebnisse zu möglichen Folgen des demographischen Wandels in Rieseby liegen vor.

von
erstellt am 04.Apr.2014 | 11:30 Uhr

Rieseby ist eine junge Gemeinde mit einem hohen Anteil junger Menschen, die gut aufgestellt ist. Und es gibt noch Potenzial, das entweder noch nicht oder zu wenig ausgeschöpft wurde. Doch Rieseby wird nicht an den Folgen des demographischen Wandels vorbeikommen, und muss mit Auswirkungen auf die Bevölkerung und den Wohnungsbedarf, den Einzelhandel und das Gewerbe sowie auf die sozialen Strukturen rechnen. „Wie sieht es 2025 in Rieseby aus?“, ist daher die Zielfrage, mit der sich die Arbeitsgruppe Dorfentwicklung befasst hat. Erste Ergebnisse wurden jetzt in der Gemeindevertretung vorgestellt.

In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Plewa haben Bernd Mordhorst, Thomas Puphal, Frank Dreves und Enrique Ruiz Hampel in den zurückliegenden Monaten intensiv Datenmaterial zu den oben genannten Kriterien erfasst, um eine Basis für eine weitere Zukunftsbetrachtung zu haben, so Mordhorst als Sprecher der Gruppe. So wurde festgestellt, das die Einwohnerzahl von jetzt 2661 im Jahr 2025 auf rund 2400 sinkt. Schon in der Vergangenheit sank die Belegungsdichte der Wohneinheiten von 2,73 im Jahr 1987 auf 2,19 in 2011. Die Bevölkerung wird älter, wobei Camilla Grätsch vom Büro Plewa, die die Gruppe professionell begleitet, im Falle Riesebys von einer verzögerten Alterung spricht. Es gebe jetzt sehr viel mehr Kinder und Jugendliche in Folge von neuen Wohngebieten, so dass der demographische Faktor geringer oder später zum Tragen komme. „An dem Trend wird Rieseby aber nicht vorbeikommen“. Der Anteil der über 65-Jährigen könnte nach Berechnungen von 18,6 Prozent im Jahr 2011 auf 27,5 Prozent in 2025 steigen.

Der Bedarf an kleinen und seniorengerechten Wohnungen wird steigen. Auswirkungen hat die Bevölkerungsveränderung aber auch auf die Geschäfte und Betriebe im Ort. Ein externes Einzelhandelsgutachten wurde erstellt. In Folge der Demographie wird die Käufernachfrage, auch der aus dem Umland, sinken. Im Einzelhandelsgutachten wird als vorläufiges Ergebnis mit einer Abnahme um 2,1 Millionen Euro auf 18,7 Millionen Euro in 2025 gerechnet.

Mit Auswirkungen ist auch bei den gemeindeeigenen Einrichtungen und Gebäuden zu rechnen. „Schule, Kitas und Sporthalle bilden eine Ortsmitte“, eine Aufgabe könnte sein, wie sie zu erhalten ist und an den künftigen Bedarf zu entwickeln ist, so Grätsch. Ganz klares „Ziel der Arbeitsgruppe ist, für Rieseby einen Leitfaden für die weitere Entwicklung bis wenigstens 2025 zu erstellen.“ Als Schwerpunkte gelten die Stärkung des Ortskerns, die Sicherung des Schulstandortes und der Umgang mit den Auswirkungen des demographischen Wandels.

Die Bestandsaufnahme ist abgeschlossen. In März und April werden Stärken-Schwächen-Analysen erfolgen, bevor am 14. Juni zum Zukunftsworkshop eingeladen wird. Wie dringend der Handlungsbedarf ist, sieht man daran, dass alleine im Amt Schlei-Ostsee von 2008 bis zur aktuellen Zensusberechnung die Zahl der Einwohner um 700 gesunken ist „der demographische Wandel ist schon da“, so Mordhorst.

 

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