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Schlei-Bote

18. Dezember 2017 | 02:33 Uhr

Ansturm auf Brarupmarkt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen genehmigt das Volksfest und kündigt einen harten Sparkurs an

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Auch wenn Brarupmarkt erst in einem halben Jahr stattfindet, meinte man bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen der Gemeinde Süderbrarup, schon jetzt Kirmesmusik und den Duft von gebrannten Mangel vom benachbarten Marktplatz hereinwehen zu spüren. Denn immer bei der ersten Sitzung des Jahres treffen die Mitglieder die einzige Entscheidung, die ihnen laut Hauptsatzung alleine zusteht: Sie sprechen die Zulassungen für Brarupmarkt aus.

Insgesamt etwa 400 Schausteller hatten sich um die 130 Stellplätze beworben, die vom 25. bis 29. Juli etwa 300 000 Besucher Unterhaltung bieten werden. Marktmeister Dirk Lorenzen hatte wieder eine Auswahl getroffen, die geschickt Bekanntes und Gewohntes mit Neuem mischt. So finden sich neben einer großen Anzahl von Imbiss- und Süßigkeitengeschäften Riesenrad, Kettenkarussell, Autoscooter und Breakdancer wieder. Nur das Ponyreiten wird man vergeblich suchen. Es wird aus Gründen des Tierschutzes nicht stattfinden. Und die Troika wird durch die „Petersburger Schlittenfahrt“ ersetzt.

Neu sind das Bewegungsgeschäft „Die verrückte Farm“ sowie die Großfahrgeschäfte „Double Jumper“ und „Flash“. Außerdem gibt es ein „3D-Kino“. Für Getränkeliebhaber rollt die nostalgische Karussellbar an und ein Stand bietet nur Kölsch-Bier an.

Ein wesentlich unangenehmeres Thema im Ausschuss war die Verabschiedung des Haushaltsvorschlags für das laufende Jahr. Die Einnahmen erhöhen sich gegenüber 2013 zwar voraussichtlich um 161 500 Euro, die Ausgaben aber steigen um 317 000 Euro. Diese werden hauptsächlich durch Straßenunterhaltung und die Kreisumlage verursacht. Insgesamt fehlen der Gemeinde am Jahresende 354 100 Euro im laufenden Haushalt – das Geld muss aus der Rücklage entnommen werden.

Der Ausschussvorsitzende Johannes Jensen betonte, dass man sich mit dem Haushalt viel Zeit gelassen habe und sich auch weiter damit befassen müsse. Eine Erhöhung der Steuern wird abgelehnt. „Unsere Methode ist das Sparen ohne die Situation in Süderbrarup zu verschlechtern“, sagte Jensen.

Kämmerin Ines Boysen legte danach die Finger in die Wunde: „Außerhalb des Gebührenhaushalts ist keine Einheit der Gemeinde Süderbrarup kostendeckend“, erklärte sie. Es sei Aufgabe der Gemeinde, alle Posten auf Notwendigkeit und Effizienz zu prüfen. Da die Etatgespräche zwischen Gemeinde und Amt Süderbrarup noch nicht abgeschlossen seien, könnten sich bis zur Gemeindevertretersitzung noch kleinere Änderungen im Haushaltsvorschlag ergeben.

Der Ausschuss riet der Gemeindevertretung davon ab, die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen von Einmalzahlung auf wiederholende Zahlungen umzustellen. Der Grund ist die unsichere Rechtssituation.

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