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Schlei-Bote

22. Oktober 2017 | 22:11 Uhr

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Hinweisschild bittet um Sorgsamkeit beim Umgang mit der am Maasholmer Naturstrand wachsenden und vom Aussterben bedrohten Stranddistel

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Maasholm | "Ich bin eine Stranddistel. Man nennt mich auch Seestrand-Mannstreu - Eryngium maritimum. Ich gehöre zur Familie der Doldenblütler. Bitte pflückt oder schneidet mich nicht ab." So steht es auf einem neuen Hinweisschild am Weg entlang des Naturstrandes zwischen dem Gut Oehe und dem Vogelschutzgebiet Oehe-Schlei münde. Gestaltet und aufgestellt hat es Horst Franzen vom Förderverein des Naturerlebniszen trums Maasholm. Ihm geht es darum, auf die in der "Roten Liste" ausgewiesenen und vom Aussterben bedrohte Stranddistel hinzuweisen, mit seiner Informationstafel um ein besseres Verständnis und Verantwortungsgefühl der Strandbesucher für gefährdete Lebensgemeinschaften und ihren Pflanzen zu werben. Franzen: "Wir müssen die Menschen rein- und ranlassen an die geschützten Pflanzen. Nicht Verbote, sondern Gebote schaffen nachhaltig Sympathie und Einsicht für Naturschutz." Und so heißt es auf besagter am Wegesrand stehenden Tafel: "Fotografiert mich - schaut mich an. Erfreut euch an meinem stacheligen, bizarren Aussehen, an meinen blassgrünen und bläulichen Blättern, Stengeln und Blüten mit ihrem amethyst-farbenen Überzug."

Und zur weiteren Information: Die Stranddistel blüht von Juni bis August. Sie wird bestäubt von Hautflüglern und Faltern. Wind und Meerwasser verbreiten ihre Samen. Die Dünenpflanze bildet bis zu drei Meter tiefgehende Pfahlwurzeln. 1987 wurde sie zur "Blume des Jahres" gewählt.

Franzens Bitte: "Schützt unsere seltene Stranddistel im Deichvorland zwischen Oehe und Schleimünde. Wenn sie verschwindet, verlieren wir eine besonders eindrucksvolle Naturschönheit."

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