Kappeln : Angler vor Schleimünde geborgen

Der Seenotkreuzer „Berlin“ aus Laboe half beim Einsatz in der Schleimündung.
Der Seenotkreuzer „Berlin“ aus Laboe half beim Einsatz in der Schleimündung.

In der Nacht von Montag auf Dienstag konnte ein vermisster 59-Jähriger nur noch tot auf seinem kleinen Boot entdeckt werden.

shz.de von
11. September 2018, 14:23 Uhr

Zu Wasser und aus der Luft suchten etliche Rettungskräfte in der Nacht von Montag zu Dienstag nach einem vermissten Angler. Der Mann war am Morgen von Maasholm aus mit seinem sechs Meter langen Boot losgefahren, aber nicht zur vereinbarten Zeit zurückgekehrt. Seine Angehörigen alarmierten daraufhin zunächst die Polizei. Am späten Montagabend fand man den Vermissten leblos in seinem Boot.

Polizei, Feuerwehr, DGzRS, SAR-Hubschrauber, Bundespolizei, Marine – das Aufgebot an Rettern war groß. Gegen 20 Uhr am Montagabend war  die DGzRS zur Hilfe gerufen worden, die daraufhin mit dem Seenotkreuzer „Nis Randers“, dem Seenotrettungsboot „Hellmut Manthey“ (beide aus Maasholm), dem Damper Seenotrettungsboot „Nimanoa“, dem Seenotkreuzer „Berlin“ aus Laboe ausrückte. Zur Unterstützung rief man den Zollkreuzer „Schleswig-Holstein“, das Zollboot „Holnis“, den Großsegler „Thor Heyerdahl“, die „Falshöft“ (ein Küstenstreifenboot der Wasserschutzpolizei) und das Minentauchereinsatzboot „Bad Rappenau“ der Deutschen Marine, die sich zufällig in der Nähe befanden, hinzu. Aus der Luft suchten zudem ein SAR-Hubschrauber sowie zwei Ölaufklärungsflugzeuge nach dem Vermissten. Über UKW-Funk bat man außerdem  weitere Schiffe in der Gegend, Ausschau nach dem Angler und seinem Boot zu halten. Das Suchgebiet erstreckte sich sowohl auf die Schlei als auch auf den Küstenbereich der Ostsee.

Gegen 22 Uhr meldete schließlich eine Segelyacht, in der Dunkelheit ein Boot ausgemacht zu haben. Die „Bad Rappenau“ kam hinzu und entdeckte den Angler, der leblos in seinem Boot lag. Ein Arzt an Bord des Marinebootes konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Bei dem Verstorbenen handelt es sich nach den Worten von Christian Kartheus, Sprecher der Polizeidirektion Flensburg, um einen 59-Jährigen, der seinen Urlaub in Maasholm verbracht hatte. Einen Unfall sowie ein Fremdeinwirken konnte die Polizei nach eigenen Angaben ausschließen. Kartheus: „Wir vermuten einen Krankheitsfall.“ rn

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