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Exotisches aus Taarstedt : „Angeliter Bier“ auf Expansionskurs

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bier und Banane - passt das? Wenn es nach der kleinen Taarstedter Brauerei geht, dann schon. Das Trio experimentiert mit exotischen Mischungen und legt ganz nebenbei ein erstes Label vor.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 12:30 Uhr

Da ist die große Weltkugel, und ziemlich weit oben, nicht weit weg von der Schlei, sticht ein einsamer roter Punkt ins Auge. Der signalisiert: Exakt an der Stelle wird das Original Angeliter Bier gebraut – in Taarstedt an der Hauptstraße 3. Diese Ortslage wird durch das gerade fertig gestellte Label auf den neuen Ein-Liter-Bierflaschen der jungen Brauerei anschaulich illustriert.

Die drei Brauerei-Gründer Arne Eggert, Enrico Kleist und Ronny Kotsch konnten jetzt ihre erste Jahresbilanz präsentieren. Und mittlerweile weisen die drei schon ein breites Angebot (Dunkel-, Pils-, Weizen- und Bockbier) vor. Der erste Jahresabschluss der jungen Brauerei fällt dabei durchaus ermutigend aus. Die Botschaft von Arne Eggert: „Wir sind mit unserem Absatz sehr zufrieden.“ Obwohl wirtschaftlich gesehen das erste Betriebsjahr eine reine Berg- und Talfahrt gewesen sei, sei die Nachfrage stets größer gewesen als das Angebot – „wir haben aber nie groß Werbung gemacht“. Als Konsequenz daraus erklären die Taarstedter Bierbrauer: „Wir tragen uns deshalb mit dem Gedanken zu expandieren.“ Man wolle die bisherigen Produktionskapazitäten verdoppeln, um auch die heimische Gastronomie beliefern und den Verkauf im regionalen Einzelhandel starten zu können. Es sei regelrecht unangenehm, meint Enrico Kleist, wenn Nachfragen nach dem Angeliter Bier so oft nicht bedient werden konnten. Dies sei häufig der Fall gewesen. Derzeit sind 3000 Ein-Liter-Flaschen in Umlauf. Die Stammkunden kommen aus dem ganzen Kreisgebiet.

Ihr Ziel haben die drei Freunde, die die Brauerei nach Feierabend (und gern auch nachts) betreiben, nicht aus den Augen verloren: Nämlich dass einer von ihnen, und zwar Enrico Kleist, hauptberuflich seine Existenz mit dem Bierbrauen bestreiten kann. Worin liegt nun für viele Konsumenten die Faszination des Eigen-Gebräus aus Angeln ? Arne Eggert: „Vielleicht darin, dass es unfiltriertes Bier ist. Das hebt sich eben ab von dem Einheitsbier der großen Brauereien.“

Und wie sich das abhebt: Denn Enrico Kleist hat nicht nur nächtelang durchgebraut. Es hat ihn getrieben, nebenher noch eine besondere Biersorte zu kreieren. Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen – und ein Hauch von Banane.

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