Kappelner Landfrauen : Angeliter, Angler oder Angelner?

Im Anschluss an die Lesung signierte Wolfgang Börnsen (li.) die verkauften Bücher.
Im Anschluss an die Lesung signierte Wolfgang Börnsen (li.) die verkauften Bücher.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen las aus seinem Buch „Die Angeln-Saga“.

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02. Mai 2019, 14:47 Uhr

Kappeln | Gast bei den Kappelner Landfrauen beim jüngsten Treffen war der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen aus Bönstrup. Er hatte nicht nur sein neuestes Buch „Die Angeln-Saga“ mitgebracht, sondern auch den ehemaligen Schulleiter der Steruper Grundschule, Hans-Ulrich Kallsen, der die Anwesenden zwischen den Lesungen mit mittelalterlicher Musik unterhielt. Am Schluss legte er noch einen Song der Neuzeit drauf.

Nachträgliches Geburtstagsständchen

Doch zunächst waren die Landfrauen aktiv. Sie hatten, wie Vorsitzende Petra Heide erklärte, kurz vorher erfahren, dass Wolfgang Börnsen zwei Tage zuvor seinen 77. Geburtstag gefeiert hatte. Dazu gratulierten sie ihm mit „Happy birthday to you“. Dann durfte Börnsen ans Lesepult. Für seine Lesung hatte er drei Kapitel ausgesucht, zu denen er vor dem Lesen Erläuterungen gab.

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Zunächst erfuhren die Landfrauen, dass die Menschen, die in Angeln wohnten und wohnen, keine Angeliter oder Angler sind, sondern Angelner. Und dass sie bereits sehr weit mit den Frauenrechten waren. Börnsen bewies es damit, dass die oberste Gottheit eine Frau war, genannt Nerthis. In der Folge ging es noch um das Ausbleiben der Heringsschwärme, weil angeschwemmte Sandmassen die Schlei von der Ostsee abgetrennt hatten sowie um die Geschichte des Fürsten Ocke, der einen Seeweg von der Haner Au (Hanerau) ans Westmeer (Nordsee) nach Friesland für seine Holztransporte sucht.

Musikalischer Schlusspunkt

Den Schlusspunkt unter die gelungene Veranstaltung setzte Hans-Ulrich Kallsen mit einem Lied „Aus der Jetzt-Zeit“. Anschließend hatte Wolfgang Börnsen viel zu tun, um die Autogrammwünsche seiner vielen Buchkäuferinnen zu erfüllen. Der Erlös aus dem Buchverkauf soll für die Ausbildung von Kindern in Äthiopien verwendet werden.

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