Gerätehaus XL : Amtswehrführer macht nun Druck

Kein Dauerzustand: Beim Hinein- und Hinausfahren des neuen Fahrzeugs ist für Wehrführer Uwe Schwippert Millimeterarbeit angesagt.
1 von 2
Kein Dauerzustand: Beim Hinein- und Hinausfahren des neuen Fahrzeugs ist für Wehrführer Uwe Schwippert Millimeterarbeit angesagt.

Im September erhielt die Wehr Rabenholz ein neues Fahrzeug, das jedoch nicht ins alte Gerätehaus passt. Wenn nicht bald eine Lösung präsentiert wird, könnte sie das Auto wieder verlieren.

shz.de von
28. November 2013, 12:30 Uhr

Das Feuerwehrhaus ist immer noch zu klein – und langsam wächst die Ungeduld. „Der Amtswehrführer sitzt uns ein bisschen im Nacken“, mahnte Gemeindevertreter Per Wegner, der zugleich stellvertretender Wehrführer ist. Im September bekam die Rabenholzer Feuerwehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Es zeigte sich allerdings schnell, dass entweder der Wagen zu groß oder das Gerätehaus zu klein war. Wie auch immer: Im Fall eines Alarms ist zeitraubende Millimeterarbeit notwendig: Den Wagen herauszirkeln, die Spiegel ausklappen, Antenne aufrichten, Blaulicht aufstecken, Luft in die Federung pumpen – all das ist notwendig, nachdem der Wagen aus dem Gerätehaus herausgefahren wurde. Vor dem Hineinfahren spielt sich der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab. So oder so kostet es wertvolle Zeit. Wenn sich an dieser Situation nichts ändere, so hatte der Amtswehrführer durchblicken lassen, könnte das Fahrzeug „weggenommen“ werden. Per Wegner: „Das wollen wir nicht.“

Also geht nun darum, eine ausreichend große Bleibe für den Wagen zu schaffen, und damit befasste sich die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung. Dafür hat sich eigens ein „Ausschuss Feuerwehrhaus“ gebildet, und der hat auch schon Ideen entwickelt. Nun gelte es, die Grobskizzen „auf Plan zu bringen“. Die erste Grobplanung sieht vor, das alte Haus der Feuerwehr durch ein neues zu ersetzen. Das sei für die seit 1890 bestehende und rund 30 Aktive zählende Wehr kein Luxus, sondern eine dringende Notwendigkeit.

Die Überlegungen gehen dahin, das alte Feuerwehrhaus und ein unweit daneben stehendes Gebäude abzureißen und ein neues, den Richtlinien der Feuerwehrunfallkasse entsprechendes Haus mit Holzständerwerk und Blechdach zu errichten. Dieses soll nicht nur genügend Platz für das Fahrzeug bieten, sondern auch einen Schulungsraum, sanitäre Einrichtungen sowie eine Räumlichkeit für den Gemeindearbeiter bieten. Das sei eine Lösung, die alle Erfordernisse abdecke, betonte Bürgermeister Jörg Theet-Meints. Die Kosten sollen zwischen 150.000 und 180.000 Euro liegen. Genaue Zahlen wird eine Ausschreibung ergeben. Doch noch ist es nicht soweit, zunächst soll konkret geplant werden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung befassten sich die Gemeindevertreter mit dem Austausch von Leuchtmitteln in den Straßenlaternen. Eine Umstellung auf LED-Leuchten würde mit 12.900 Euro zu Buche schlagen. Viel Geld, aber: „Wir brauchen ordentliches Licht“, sagte der Bürgermeister. Das Gremium entschied sich dann jedoch für eine günstigere Variante mit energiesparenden Leuchten, die noch in diesem Jahr installiert werden sollen. Kostenpunkt: 4326 Euro.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen