zur Navigation springen

Amtsvorsteher bestreitet Schulschließungen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Jahresversammlung des GEW-Ortsverbandes Mittelangeln drehte sich um die Schulstandorte im Amt Geltinger Bucht

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Das Thema „Schulstandorte im Bereich des Amtes Geltinger Bucht“ stand auf der Tagesordnung der Jahresversammlung des GEW-Ortsverbandes Mittelangeln. „Das ist ein heißes Eisen“, erklärte der Kassenwart der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Martin Willers. Und wohl auch deshalb konnte der Vorsitzende des GEW-Ortsverbandes Mittelangeln, Wilfried Berger, ein volles Haus im Restaurant „Steinberger Hof“ in Steinbergkirche begrüßen. Als Gäste mit dabei waren Amtsvorsteher Thomas Johannsen und Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke.

Aufgrund sinkender Schülerzahlen, besonders im Grundschulbereich, befürchten Schulleiter, Lehrkräfte und Eltern im Amt Geltinger Bucht Schulschließungen und damit längere Schulwege für die Kleinsten, so Martin Willers. Das Amt ist derzeit Träger von vier Grundschulen in Gelting, Steinbergkirche, Kieholm und Sterup sowie der Gemeinschaftsschule Sterup.

Einer befürchteten Schulschließung trat Amtsvorsteher Johannsen mit Vehemenz entgegen. Derzeit werden durch die Schulen des Amtes 660 Schülerinnen und Schüler betreut. An den Grundschulen sind es 360. Die Grundschule Sterup ist mit 120 Grundschülern die größte, auf den weiteren Plätzen folgen Kieholm (83), Steinbergkirche (82) und Gelting (76). In der Regel wechseln zwei Drittel nach der Grundschule zum Gymnasium. Der Rest verteilt sich auf drei Gemeinschaftsschulen. Derzeit hat die Eingangsstufe der Gemeinschaftsschule Sterup nur 60 Schüler, weil viele nach der Grundschule zur Gemeinschaftsschule Satrup gewechselt haben.

Der amtsübergreifende Schulbesuch ist möglich, weil es keine Schuleinzugsbereiche mehr gibt. Für die gut ausgestattete Steruper Gemeinschaftsschule sei das ein Problem, aber es habe keinen Einfluss auf das pädagogische Konzept, so Amtsvorsteher Johannsen. Und er bekräftigte, dass im Amt nicht an Schulschließungen gedacht werde. Aber mehr Schüler könnten die Schulen des Amtes gut verkraften. Das Amt als Träger der Schulen will mit einem noch zu bildenden Schulausschuss ein Zukunftskonzept entwickeln. Dabei sei erklärtes Ziel, alle Schulen im Amt zu erhalten. Über die Schulleitungen kleiner Grundschulen muss dabei laut Johannsen auch geredet werden.

Wie der Amtsvorsteher weiter berichtete, habe Bildungsministerin Wara Wende bei einem Besuch in Sterup erklärt, dass an einen Konzept für Grundschulen gearbeitet werde. Dabei gehe es auch um die Zusammenarbeit der Schulen mit den Kindertagesstätten Das würde ermöglichen, die derzeitigen Schulstandorte mit eigener Schulleitung zu erhalten. In diesem Zusammenhang bemängelte GEW-Kreisvorstandsmitglied Werner Barz die Situation der Schulleitung an der Grundschule Kieholm. Hier arbeite seit Jahren ein Schulleiter, der nicht entsprechend bezahlt werde. Hier müsse die GEW nachhaken.

Vorsitzender Berger teilte in seinem Jahresbericht mit, dass er mit der Neufassung der GEW-Kreissatzung beschäftigt sei, die soll noch in diesem Jahr beschlossen werde. Bei den anstehenden Ehrungen wurden Alfred Carstens (Mitglied seit Juli 1951) und Erich Buck (Mitglied seit Juli 1952) für ihre über 60-jährige GEW-Mitgliedschaft geehrt.

Bei den anstehenden Wahlen wurden der erste Vorsitzende Wilfried Berger und Kassenwart Martin Willer einstimmig wiedergewählt. Neu in den Vorstand kam – ebenfalls einstimmig – Hanna Kneiding als neue zweite Vorsitzende.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen