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Schlei-Bote

17. August 2017 | 11:40 Uhr

Amtsdirektor soll Südangeln führen

vom

Erweiterung der Kompetenzen des leitenden Verwaltungsbeamten soll Amtsvorsteher entlasten / Heiko Albert heißer Kandidat

Amt Südangeln | In der konstituierenden Amtsausschusssitzung des Amtes Südangeln werden am Montag zukunftsweisende Beschlüsse gefasst werden. Denn falls bis dahin nicht viele Ausschussmitglieder ihre Meinung ändern, werden dort die Aufträge vergeben, die zu einer Umwandlung des Amtes von einer ehrenamtlichen in eine hauptamtlich geleitete Körperschaft führen.

Bereits vor der Kommunalwahl am 26. Mai hatte es im Amt Südangeln Spekulationen zur Verwaltungsform gegeben. Doch erst Ende Juni wurde das Thema unter den Mitgliedern des neuen Amtsausschusses in nicht-öffentlichen Arbeitssitzungen ernsthaft diskutiert. Denn zu diesem Zeitpunkt stellte sich heraus, dass es schwierig - wenn nicht gar unmöglich - werden würde, den Posten des Amtsvorstehers nach altem Muster zu besetzen.

Hans-Werner Berlau, der dieses Amt 15 Jahre lang inne hatte - erst im Amt Tolk, nach der Fusion im Amt Südangeln -, hatte bereits vor der Wahl seinen Rückzug aus allen kommunalen Ämtern bekannt gegeben. Zudem hatte Heiko Albert, leitender Verwaltungsbeamter im Amt Südangeln und langjähriger Weggefährte Berlaus, angekündigt, dass er in drei Jahren in den vorzeitigen Ruhestand gehen werde.

Einige Amtsausschussmit glieder indes signalisierten Bereitschaft, den Posten des Amtsvorstehers in einem künftig hauptamtlich geführten Amt, dessen Verwaltung von einem Amtsdirektor geleitet wird, zu übernehmen. Im Falle einer solchen Entwicklung erklärte Albert sich bereit, entgegen seiner bisherigen Absichten für die volle Vertragslaufzeit von sechs Jahren als Amtsdirektor zu bleiben.

Während mehrerer Veranstaltungen, in denen die Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden sowie die Fraktionsvorsitzenden der Gemeindevertretungen informiert wurden, gab es kaum Gegenstimmen gegen die von Amtsvorsteher Berlau engagiert vorangetriebene Änderung.

"Mir ist es ein persönliches Anliegen, für die Zukunft die Verantwortung für die Amtsverwaltung Südangeln wohl zu regeln", erklärte er. Doch sei es Aufgabe des neuen Amtsausschusses festzulegen, ob die Leitungsverantwortung weiterhin ehrenamtlich lösbar sei oder eine hauptamtliche Verwaltungsleitung zukunftsweisend sei.

Voraussichtlich werden am Montag die Weichen in Richtung hauptamtliche Leitung der Amtsgeschicke gestellt. Für den Posten des weiterhin ehrenamtlich tätigen Amtsvorstehers, gibt es mindestens einen Kandidaten, der noch übergangsweise die Pflichten nach altem Muster übernimmt. Doch parallel dazu wird eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, eine neue Hauptsatzung zu entwickeln und Vorschläge für die Besetzung der Ausschüsse auszuarbeiten. In etwa zwei Monaten wird dann diese Satzung vom Amtsausschuss beschlossen. Der Amtsvorsteher bleibt weiter im Amt - allerdings mit deutlich reduzierten Pflichten.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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