Amts-Wehrspitze macht weiter

Gert Clement und Hartmut Christophersen in ihren Führungsposten bestätigt / Wehr hofft auf Digitalfunk im kommenden Jahr

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21. November 2013, 00:31 Uhr

Gert Clement bleibt Amtswehrführer, Hartmut Christophersen sein erster Stellvertreter: Personalien standen im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung der Feuerwehren des Amtes Geltinger Bucht. Von den 90 Delegierten waren 87 zur Stelle, und 81 von ihnen wählten den 58-jährigen Zollbeamten Clement aus Stangheck erneut zum „ersten Mann“. Zehn Jahre ist er bereits der Chef – erst im Amt Gelting, dann im Amt Geltinger Bucht. Der Hauptbrandmeister „drei Sterne“ sagte nach seiner Wiederwahl, dass er gerne noch einmal sechs Jahre dranhänge. Hauptbrandmeister „zwei Sterne“ Christophersen vereinigte 82 Stimmen auf sich, und auch der 55-jährige Kaufmann freute sich auf die Fortsetzung seiner Arbeit.

Zu wählen waren zudem die Jugendwarte, und auch da gab es Wiederwahlen – für Michael Weber aus Schwackendorf für die Jugendfeuerwehr Gelting und Boris Hintz aus Sterup für die Jugendfeuerwehr Steinbergkirche. Die Ernennung von Matz Johannes Cordsen zum zweiten Steinbergkirchener Jugendwart fiel einmütig aus.

Abschied wurde dagegen von drei Ex-Wehrführern genommen: Claus Claussen aus Grünholz, der aus Altersgründen ausschied, sowie Fred Kotulla (Hasselberg) und Hans-Heinrich Ohm (Schwackendorf) – beide sind Hasselberger „Fusions-Opfer“.

Zu Beginn der Versammlung hatte Gert Clement Bilanz der zurückliegenden sechs Jahre gezogen, wobei in jüngster Vergangenheit das Hochwasser in Gelting und Orkan „Christian“ den freiwilligen Helfern sehr viel abverlangt hatten. Er ging auch auf das leidige Thema Digitalfunk ein. „Längst hätte aus der Theorie schon Praxis werden sollen“, so Clement. „Vielleicht 2014. Wir geben die Hoffnung nicht auf.“

Die Wehren im Amt zählen 780 Aktive. Ausbildung, Funkwesen, Brandschutzerziehung, Atemschutz, Leistungsbewertung, Kleiderkammer, Wehr-Jubiläen, Jugendfeuerwehren oder Beschaffungen – alles das bewegte die Brandschützer. In den zurückliegenden sechs Jahren sind insgesamt 13 Fahrzeuge – neu und gebraucht – beschafft worden – eine Investition von rund einer Million Euro. Hinzu kommen weitere Gerätschaften und neue Feuerwehrhäuser. Clement: „Die Wehren sind gut ausgestattet.“

Ohne Frage sei die Ausbildung auf Amtsebene gut, doch sei eine gewisse Umstrukturierung erforderlich, so Sterups Wehrführer Hartwig Petersen, der sich für eine Ausbildungs-Arbeitsgruppe stark machte. Wichtig seien kleinere Ausbildungsabschnitte, um mehr Interessierten aufgrund ihrer persönlichen Situation die Möglichkeit zum Einstieg in die Feuerwehr zu geben. Ein guter Vorschlag, befanden die Delegierten und stimmten zu. Zu den Befürwortern gehörte auch Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke.

Amtsvorsteher Thomas Johannsen ging auf die tagelangen „Christian“-Einsätze der Wehr ein und sprach von einem insgesamt ereignisreichen Jahr. Der stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Waschnick kam, nachdem er all das gehört hatte, zu dem Schluss, dass „die Feuerwehr-Welt im Amt Geltinger Bucht in Ordnung ist“. uk

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