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Amt Süderbrarup : Am Spielbrett sind alle gleich

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Über das gemeinsame Spielen sollen Zugereiste schneller integriert werden.

Um die Integration der inzwischen mehr als 70 Migranten im Amt Süderbrarup zu verbessern, veranstalteten Familienzentrum und der örtliche Sozialausschuss einen Spielenachmittag. Etwa 40 Migranten waren der Einladung ins Süderbraruper Bürgerhaus gefolgt.

Bei Kaffee und Kuchen gab es eine einführende Klönrunde mit den zehn Betreuern, bei der auch erste Deutschkenntnisse ausprobiert wurden. Denn viele der Zugereisten nutzen die angebotenen Sprachkurse – manche sogar beide. Für Sprachlehrerin Anna Kehrberg ist das manchmal nicht einfach, denn ihr Klientel umfasst die Bandbreite zwischen Analphabeten bis zum Akademiker. Und die Muttersprachen kommen unter anderem aus dem Kosovo, Afghanistan, Armenien, Syrien, Eritrea und Somalia. Doch beim „Mensch ärgere Dich nicht“ oder „Schiffe versenken“ sind alle Menschen gleich. Schwieriger wurde es an diesem Nachmittag nur, wenn Volker Boldt, der Vorsitzende des Sozialausschusses, ein Spiel erklärte, das kein anderer kannte. Dann lief die Erklärung manchmal in mehreren Übersetzungen um den Tisch.

„Dieser Spielenachmittag ist eine Fortsetzung des Willkommenscafés“, erklärte Annedore Rönnau, Leiterin des Familienzentrums. Es sei eine Möglichkeit, dem Tagesablauf der Migranten Struktur zu geben. Denn genau die würde vielen Flüchtlingen fehlen, da sie im Augenblick noch nicht arbeiten dürften. Andere Angebote, wie der dienstags von 18 bis 21 Uhr stattfindende Kochkursus, würden gut angenommen. Und durch die dezentrale Unterbringung seien die Asylbewerber gezwungen, sich mit ihren Nachbarn zu unterhalten. Zusätzlich erhalte jeder einen Paten, der ihn berate und gewisse Wege mit ihm gemeinsam gehe.

Das System der Treffen soll in loser Folge beibehalten werden. Bisherige Ideen gehen in Richtung Grillen oder künstlerische Arbeiten.

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