zur Navigation springen

Stangheck : Am B-Plan muss noch gefeilt werden

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bis der Mariannenhof gewerblich genutzt werden darf, müssen die Planer den Genehmigungsantrag überarbeiten. Die bauliche Substanz des unter Denkmalschutzes stehenden Vier-Seiten-Hofes muss dabei bewahrt werden.

Top-Thema im politischen Geschehen der Gemeinde Stangheck ist seit Juli der Bebauungsplan „Mariannenhof“. Nachdem die Gemeindevertreter die Aufstellung des Vorentwurfes Anfang Juli beschlossen hatten, stellte sich schnell heraus, dass dies für die Katz war. Denn laut Gemeindeordnung gab es seinerzeit einen Verstoß gegen das dort festgeschriebene Öffentlichkeitsprinzip: Die Einladung war nicht fristgerecht im Bekanntmachungskasten ausgehängt worden. Also wurde die Sitzung – wie berichtet – wiederholt und der Beschluss neu gefasst.

Jetzt ging es abermals um besagten Bebauungsplan. Planerin Marianne Sommer von BCS in Rendsburg gab einen Sachstandsbericht mit Erläuterungen von Friedrich-Wilhelm Wenner vom Fachdienst Kreisentwicklung. Dabei wurde deutlich, dass hinsichtlich der geplanten „Lagune“ für die Zwischenlagerung von Pflanzenresten aus Biogasanlagen auf landwirtschaftlicher Fläche noch gesondert zu beschließen sein wird. Sommer berichtete von der frühzeitigen Beteiligung Träger öffentlicher Belange – 17 Stellungnahmen seien eingegangen. Das bedeute Hausaufgaben für das planende Büro und auch die Gemeindevertreter, bevor der überarbeitete Entwurf den Behörden nochmals zur Stellungnahme vorgelegt und ein Satzungsbeschluss gefasst werden könne. Änderungen bei der Umstellung von einer landwirtschaftlichen hin zu einer gewerblichen Nutzung, in diesen Fall auch unter Wahrung der baulichen Substanz des unter Denkmalschutzes stehenden Vier-Seiten-Hofes, seien normal. Zumal dort auch Wohnhäuser für Angehörige der Familie von Rumohr, die den Bebauungsplan auf den Weg gebracht hat, entstehen sollen.

In diesem Zusammenhang kam das Wohnhaus-Neubau-Kontingent zur Sprache. Derzeit dürfen in Stangheck noch acht neue Häuser gebaut werden. Dass es so eng sei, sei ihr, nicht bewusst gewesen, sagte die Planerin. Auch das sei eine von ihr zu erledigende Aufgabe.

Für ihn habe das ganze einen Beigeschmack, monierte Gemeindevertreter Helmut Erichsen, nicht zuletzt deshalb, weil der Plan-Antragsteller auch Vorsitzender des Bauausschusses sei. Wenn die behördlichen Stellungnahmen bereits seit einer Woche vorliegen, erhebe sich die Frage, warum diese den Gemeindevertretern noch nicht vorgelegt worden seien. Gemeindevertreter Jürgen Siemen sah das ähnlich: „Uns fehlen Informationen.“ Die Planerin sagte zu, den Gemeindevertretern die Stellungnahmen in Kürze zukommen zu lassen.

Friedrich-Wilhelm Wenner von der Kreisverwaltung stellte klar, dass die Gemeinde mit einem Bebauungsplan feste Grenzen setze. Das bedeute, dass eine Erweiterung nicht möglich sei, lediglich die Nutzung als Unterstell- und Lagerflächen. Eine Nutzung der Wohnungen als Feriendomizile mit wechselnden Bewohnern sei Teil der Genehmigung. Sollten jedoch feste Wohnungen daraus werden, bedürfe es einer entsprechenden Nutzungsänderung, die sich auf das Baukontingent der Gemeinde auswirke. Wenners Empfehlung lautete, die Entscheidung bis zur Kreisbereisung, die für den 6. November vorgesehen ist, zurückzustellen. Fazit: Am Vorentwurf des Bebauungsplanes muss noch „viel gefeilt, gesägt und gebastelt“ werden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um die Verbesserung des Rastplatzes an der Wippendorfer Straße/Dorfstraße in Eigenleistung, das Setzen eines weiteren Hydranten am Ziegeleiweg (Kosten: 2819 Euro) und um eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Tranbüll auf 60 Stundenkilometer: Hier soll über das örtliche Ordnungsamt der Kreis zwecks Verkehrsschau eingeschaltet werden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 15.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen