zur Navigation springen

Kappeln : „Alte Schiffsgalerie“ vor dem Abriss

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ein Flensburger Architekt will auf dem Grundstück der Traditionsgaststätte eine Seniorenwohnanlage errichten.

Die Tage der „Alten Schiffsgalerie“ sind endgültig gezählt. Seit Pächter Klaus Ludwig Ende Oktober 2011 das Restaurant mit angeschlossenem kleinen Hotelbetrieb nach elf Jahren aufgab, stand das prägende Gebäude an der Kreuzung Flensburger Straße/Nordstraße leer. Jetzt soll an gleicher Stelle eine Seniorenwohnanlage entstehen, der Bauausschuss machte bei seiner Sitzung am Montagabend den Weg dafür frei.

Hinter der Idee steckt der Flensburger Architekt Werner Schaffer. Er sprach auf Nachfrage dieser Zeitung davon, auf dem Grundstück der früheren Gaststätte nach dem Abriss der Bestandsgebäude zwei Gebäude mit Geschosswohnungen im vorderen Bereich sowie mehrere Bungalows im hinteren Bereich errichten zu wollen. Für die zweigeschossigen Bauten kündigte er Aufzüge, für die gesamte Projektidee vollständige Barrierefreiheit an. Zusammengenommen sollen so etwa 50 Wohneinheiten entstehen. Außerdem plant Schaffer eine Concierge-Betreuung, also einen Ansprechpartner für die Bewohner, mit dessen Hilfe etwa zusätzliche Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können. „Nur über diesen Concierge erfolgt auch der Zugang zu den Gebäuden“, erklärte der Architekt. „Auf diese Weise wollen wir dem Sicherheitsgedanken vieler Senioren gerecht werden.“

Dass sein Projekt gut nach Kappeln passt, daran hat Werner Schaffer keine Zweifel. „Wir sehen das als absolute Ergänzung“, sagte er – auch mit Blick auf den geplanten Wohnungsbau auf den Ellenberger Schleiterrassen. „Wettbewerb sorgt für gute Qualität“, betonte der Flensburger. Mit seinen barrierefreien Wohnungen will er ein breites Angebotsspektrum – was Größe, Ausstattung und Preis betrifft – abdecken. „Bei einer Stadt wie Kappeln ist das angebracht“, sagte Schaffer. Auch der bisherige Eigentümer des Grundstücks, Olaf Lausen, begrüßte die Idee einer Seniorenwohnanlage. Lausen sprach von „allerhöchstem Bedarf“ auf diesem Gebiet.

Ähnlich positiv war der Bauausschuss gestimmt. Annette Kießig von der Bauverwaltung nannte die Idee „eine ganz tolle Sache“, denn: „Das stand dort lange genug leer.“ Auch Axel Langkowski (CDU) freute sich über die Veränderung. „Jeder Leerstand, der beseitigt wird, tut der Stadt gut“, sagte das Ausschussmitglied. Einstimmig empfahl das Gremium schließlich den Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen B-Plan Nr. 82. Heute entscheidet die Stadtvertretung darüber.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2015 | 08:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen