zur Navigation springen

Kappeln : Aldi schlägt sein Zelt am Ortseingang auf

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Discounter startet in der Wassermühlenstraße den vorübergehenden Verkauf aus einem Pavillon.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2016 | 07:15 Uhr

Ein neues zeltähnliches Gebäude mit weißen Wänden und weißem Dach ist auf dem Grundstück des Büroelektronik-Ausstatters Scanelec entstanden. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein Festzelt der zu Ende gegangenen Heringstage, wenn auch das Festzelt als Vergleich gar nicht so falsch ist.

Tatsächlich schlägt die Discounterkette Aldi vorübergehend ihre Zelte in der Wassermühlenstraße auf. Denn Aldi will dieses 40 mal 25 Meter große Thermozelt für die Zeit einsetzen, in der seine Filiale in Mehlbydiek abgebrochen und ein neuer Markt aufgebaut wird. Am 25. Mai, rund eine Woche nach der Schließung des Altmarktes, wird Aldi den „Zeltverkauf“ starten.

„Das Zelt müssen Sie sich so ähnlich vorstellen wie ein klassisches Oktoberfestzelt“, sagt Christian Voiges von der Aldi-Immobilienverwaltung in Nortorf über das eingesetzte Verkaufszelt. Auch die Wände sind fest, sodass Regale angeschraubt werden können. Fester Baustoff müsse schon wegen der Ungeziefer eingesetzt werden. „Das ist alles mit dem Veterinäramt abgestimmt“, so Voiges. Auf einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern hält der Discounter das gesamte Sortiment vor. „Drinnen sieht es aus wie im alten Aldi-Markt, nur dass die Decke hier viel höher ist“, meint der Leiter für Aldi-Immobilien in der nördlichen Hälfte Schleswig-Holsteins. Im Winter wird der leichte Bau beheizt, im Sommer gekühlt, „damit auch nicht die Schokolade schmilzt“, so Voiges. Dazu erhält das Verkaufszelt 50 Stellplätze auf dem Gelände.

Laut Aldi sind es keine wirtschaftlichen Gründe, weswegen der Discounter in Kappeln vorübergehend unter die „Camper“ geht. Vielmehr wolle man am Kappelner Markt weiterhin präsent sein. Zwar gebe es in Ellenberg einen zweiten Markt, doch als Ausweichfiliale für die Kunden käme dieser schon deshalb nicht in Frage, weil er auf der anderen Schleiseite liege. „Wir wollen mit dem Umzug ins Zelt ein Zeichen setzen, dass wir der Discounter Nummer eins sind und als verlässliches Unternehmen dastehen“, erläutert Christian Voiges. Kappeln ist keineswegs der erste Standort für ein solches Aldi-Zelt. „Im vergangenen Jahr hatten wir auch in Schleswig eins. Die Kunden haben darauf sehr positiv reagiert“, versichert Voiges.

Dass nun auch in Kappeln ein Zelt steht, verdankt der Discounter seinem neuen Vermieter, der Firma Scanelec. Stefan Madsen, einer der beiden Scanelec-Geschäftsführer, sagt dazu: „Bei Anfragen in solchen Situationen, ist man doch gerne hilfsbereit, wenn es möglich ist.“ Da man genügend Fläche zur Verfügung habe, könne man ohne Weiteres eine Zeit lang auf einen Teil derselben verzichten. Die Aldi-Anfrage bekam das Unternehmen Mitte April. „Das muss man Aldi lassen“, so Madsen, „die sind richtig schnell.“ Denn Ende April waren die Arbeiten rund um das Zelt schon in vollem Gange.

Für die Stadt erläutert Bürgermeister Heiko Traulsen, dass das Aldi-Zelt ein fliegender Bau sei, der keiner baulichen Genehmigung unterliege. Er habe das Vorhaben genehmigt, und die Stadtvertretung habe dazu ihr Einvernehmen erteilt. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens könne es zu Engpässen kommen. „Wenn im Herbst der Verkehrskreisel an der Ecke B  199 und Wassermühlenstraße gebaut wird, dann kann es schon knifflig werden“, räumt der Bürgermeister ein. Eine gewisse Brisanz erhält der Vorgang dadurch, dass das Aldi-Verkaufszelt in unmittelbarer Nachbarschaft zum e-center und auch sehr nah zu Penny liegt. Doch im November soll die 1200 Quadratmeter große neue Filiale in Mehlbydiek fertig sein. Dort erinnert dann nichts mehr an das Verkaufszelt. Und dann wird Aldi sein Zelt in der Wassermühlenstraße wieder abbrechen.  

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen