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iPad-Leseecke : Aktuelles mit einem Fingerstrich

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Kappelner Gemeinschaftsschule hat gestern ihre eigene iPad-Leseecke erhalten. Künftig können Schüler in allen sh:z-Zeitungen digital blättern.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2013 | 07:30 Uhr

Auf die interaktiven Boards folgt nun der Tablet-Computer: Die Kappelner Gemeinschaftsschule ist ihrem Ziel des modernen Lernens und Lehrens wieder einen Schritt näher gekommen. Gestern Vormittag erhielt die Schule ihre eigene iPad-Leseecke. Drei Monate lang können die Schüler nun sämtliche Ausgaben des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) tagesaktuell lesen und deren Inhalte unmittelbar in den Unterricht einbeziehen.

Mehr als 200 Schulen hatten sich für das Projekt beworben, 25 von ihnen erhalten in diesen Tagen ihr iPad-Terminal. Möglich macht dies die Kooperation des sh:z mit den Volksbanken Raiffeisenbanken, und deren Vertreter Christian Hannig appellierte gestern bei der Übergabe an die anwesenden Schüler: „Vielleicht empfindet ihr das Zeitunglesen auf dem iPad als zeitgemäßer. Deshalb nutzt dieses Gerät !“ Der Leiter des Filialbetriebes Nord betonte, dass sein Unternehmen bei der Einstellung von Auszubildenden Wert auf eine gute Allgemeinbildung lege und dass eben dazu das tägliche Zeitunglesen beitragen könne.

Genau das ist auch der Ansatz von Lehrerin Stefanie Siegemund. Sie hatte bereits mit einer achten Klasse das sh:z-Projekt „iPad-Klasse on Tour“ genutzt und das große Interesse ihrer Schüler bemerkt. „Alle waren davon so begeistert, dass wir uns vorgenommen haben, uns jetzt auch für die iPad-Leseecke zu bewerben“, sagte Siegemund gestern. Der Vorteil: Die Nutzung des Tablet ist nicht auf einen Tag und eine Klasse beschränkt. Stattdessen kann jeder Schüler vom fünften bis zum zehnten Jahrgang täglich auf das Gerät, das in der Mensa aufgebaut wurde, zugreifen. Das erleichtert die Recherche, die etwa in den Unterrichtsfächern Wirtschaft und Politik, Erdkunde oder Geschichte anfällt. „Wir sind nicht mehr darauf angewiesen, für die spontane Internetnutzung darauf zu hoffen, dass der Informatikraum frei ist“, sagte Siegemund. Vielmehr könnten die Schüler nun alleine oder in Kleingruppen während des Unterrichts oder in der Pause das iPad-Terminal ansteuern. Und Stefanie Siegemund erhofft sich von diesem Projekt, das Teil des „ZiSch“-Konzeptes („Zeitung in der Schule“) ist, noch etwas Anderes. „Wir hoffen sehr, dass wir es schaffen, auch diejenigen, die bislang wenig Berührung mit der Zeitung hatten, für das Medium zu interessieren“, betonte die Lehrerin. Auch deshalb zeigte sich Schulleiterin Britta Pichatzek dankbar, für die Chance, ihren Schülern die Tageszeitung auf dem iPad anbieten zu können. „Wir freuen uns sehr, dass wir ausgewählt wurden“, sagte Pichatzek. Und: „Wir gehen den nächsten Schritt in die digitale Zukunft.“

Vor allem den Schülern scheint der besonders leicht zu fallen. Johanna Kress etwa freute sich am meisten über die Gelegenheit, die aktuellen Nachrichten auch per Video zu erleben. „Ich bin ein bisschen lesefaul“, räumte die 15-Jährige ein. „Da finde ich die Video-Funktion besonders praktisch.“ Und Michel Ohm wusste bereits ebenfalls ganz genau, wozu er das iPad nutzen will. „Morgens fehlt mir häufig die Zeit, die Zeitung zu lesen“, sagte der 16-Jährige. „Wenn ich in der Schule bin, kann ich das am iPad nachholen.“ Oder er könnte sich noch genauer für den Wirtschaft/Politik-Unterricht vorbereiten. „Vor den Nachrichtentests, die wir schreiben, kann man noch mal schnell das Wichtigste nachlesen“, sagte der Zehntklässler. Und auf diese Weise hilft die Zeitung vielleicht sogar dabei, die Schulnote zu verbessern.

 

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