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AG der Seniorenbeiräte traf sich in Kappeln

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Kritik an mangelnder Unterstützung / Gründung eines Kreis-Seniorenbeirates gefordert

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kappeln | Zum zweiten Mal tagte die Arbeitsgemeinschaft der Seniorenbeiräte im Kreis Schleswig-Flensburg in Kappeln. Die Vertreter der einzelnen örtlichen Beiräte trafen sich auf Einladung des Kappelner Seniorenbeirates zum Meinungsaustausch im Begegnungszentrum (Bez).

Der erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft (AG), Timm Heinrich aus Munkbrarup, bemängelte, dass der Kreis Schleswig-Flensburg die Gründung eines Kreis-Seniorenbeirates noch immer verweigere. Als AG habe man aber nicht die nötige Unterstützung, sowohl materiell als ideell. Als Arbeitskreis könne die AG auch nicht auf der Homepage des Kreises aufgenommen werden. Man suche nun Sponsoren zur Erstellung einer eigenen Homepage, da die AG nur über begrenzt eigene Mittel verfüge. Heinrich beklagte zudem, dass es im gesamten Kreis bisher keinen Pflegestützpunkt gebe. Die AG werde sich weiter dafür einsetzen. Bürgermeister Heiko Traulsen stellte Kappeln und die Vorhaben der nächsten Jahre in einer Fotoschau vor. "Die Stadt ist im Wandel begriffen", so Traulsen. Die Großprojekte Port Olpenitz, Schlei-Terrassen, Erweiterung der Gemeinschaftsschule, Umgestaltung des Südhafens und Sanierung des Heringszaunes würden Image und Aussehen der Stadt deutlich verändern.

Helmut Schulz, seit 14 Jahren Vorsitzender des Sozialausschusses der Stadt und Hausherr des Bez, stellte die Sozialarbeit sowie die im Bez eingebundene Jugendarbeit der Stadt vor. Horst Albrecht, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Kappeln, betonte, dass man gern die Ausrichtung des Arbeitstreffens übernommen habe. Albrecht lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der städtischen Verwaltung, der Politik und des Beirates, "wir haben in Kappeln das, was Sie sich auf Kreisebene wünschen". Nach der vom Bez ausgerichteten Kaffeetafel stellte die Ausbildungsleiterin des Arbeiter-Samariter-Bundes ASB in Flensburg, Teresa Elaine Eigler, die Arbeit mit den modernen AED-Geräten (AED = automatisierter externer Defibrillator) vor. Diese, im Volksmund auch "Elektroschocker" genannten Geräte würden heute immer öfter im öffentlichen Raum stationiert, um bewusstlosen Personen sofort Erste-Hilfe leisten zu können. Die Ausbilderin, zuständig für den Bereich von Heide, Eckernförde bis Süddänemark, erklärte die Schritte so: Der Helfer beginnt als erste Maßnahme mit der Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund Beatmung, während dessen müsse über 112 der nächste Standort eines AED-Defibrillators ermittelt und der Krankenwagen angefordert werden. Bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter gebe das Sprachmodul des AED-Gerätes alle weiteren Schritte vor, auch wie das Gerät selbst zu handhaben sei. Ohne Sofort-Versorgung sei der Patient nach fünf Minuten tot. Als ASB-Ausbilderin bietet Teresa Elaine Eigler auch Schulungen in Betrieben an, die ein AED-Gerät kaufen wollen oder es bereits getan haben, in Kappeln gehört die Firma Mau zu den ersten. Der Vortrag stieß bei der Versammlung auf großes Interesse.

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