zur Navigation springen

Rabenkirchen-Faulück : Abhang in Karschau abgestürzt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Sanierung des 60 Meter langen Teilstücks in Rabenkirchen-Faulück ist der Gemeinde zu teuer. Der Uferweg wird zur doppelten Sackgasse.

Regen und Frost haben dazu geführt, dass am Schleiufer von Karschau auf einer Länge von 60 Metern der Abhang aus einer Höhe zwischen neun und 14 Metern abgestürzt ist. Mit dem Schaden sitzen nicht nur die privaten Eigentümer als Grundstücks-Anlieger da, sondern auch die Kommune. Denn gefährdet ist dadurch auch der öffentliche Verkehr auf dem Uferweg, der den Status einer Gemeindestraße hat.

Anlässlich der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter, die im evangelischen Gemeindehaus von Rabenkirchen tagten, stand zunächst eine grundlegende Sanierung der Schadstelle zur Disposition. Ein Sachverständiger hatte nach einer Begehung eine kostspielige Variante vorgeschlagen, und zwar die Sicherung der Böschung mittels einer Vielzahl von mit Stahldraht ummantelten Betonkästen. Die Kosten bezifferte er mit rund 100.000 Euro. Die Mandatsträger waren sich einig, dass sie diese Summe nicht investieren wollen. Deshalb entschieden sie sich für eine Art „Billiglösung“. Der Uferweg wird durch einen Zaun für den Durchgangsverkehr gesperrt. Stattdessen kann er künftig nur noch von beiden Enden her als doppelte Sackgasse befahren werden. Eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge gibt es dann nicht. Nach einem Einsatz vor Ort müsste sogar ein Feuerwehrfahrzeug im Rückwärtsgang diesen Bereich verlassen. Rabenkirchen-Faulücks Bürgermeister Peter-Martin Dreyer schloss nicht aus, dass irgendwann Abbrüche auf den nächsten 50 Metern Uferlänge erfolgen könnten. Zunächst jedoch soll die weitere Entwicklung in der Schadzone abgewartet werden.

Mit der jüngsten Aufnahme von sieben Flüchtlingen aus dem Irak und Afghanistan in einem Wohnhaus in der Faulücker Bäckerstraße hat nun die Gemeinde ihr Zuweisungs-Soll erfüllt. Die Gesamtzahl der Aufgenommenen liegt bei 20, denn drei Familien aus beiden Nationen sind bereits seit längerer Zeit im Gästehaus der Gastwirtschaft Boddelhoch einquartiert. Mit diesen 13 Migranten hat es Anfang März im evangelischen Gemeindehaus von Rabenkirchen ein erstes Kennlern-Treffen bei Kaffee und Kuchen gegeben, berichtete Bürgermeister Dreyer und räumte ein: „Das ist nicht ohne sprachliche Hindernisse vonstatten gegangen.“ Aus den Reihen der Gemeindevertreter hieß es, dass den Migranten in Gesprächen noch klargemacht werden müsse, dass deren Kinder nicht ohne Erlaubnis der Hauseigentümer fremde Grundstücke betreten und dort fotografieren dürfen.

Finanziell gesehen läuft in Rabenkirchen-Faulück alles „rund“, denn nach einer ersten Schätzung der Kappelner Kämmerei ist im vergangenen Jahr ein Überschuss von 83.000 Euro erzielt worden. Reine Formsache war die Genehmigung von überplanmäßigen Ausgaben mit einem Betrag von 2900 Euro. Für notwendige Reparaturarbeiten im Bereich der öffentlichen Abwasserentsorgung stellte die Gemeindevertretung 3900 Euro bereit – Geld aus einer Sonderrücklage.

Der Bürgermeister informierte im weiteren Sitzungsverlauf über das Ergebnis von Gesprächen mit den Chefs der Freiwilligen Feuerwehren Faulück und Rabenkirchen. „Nichts ist bisher beschlossen, alles nur angedacht“, betonte Dreyer. Ins Visier genommen werden vor allem drei zukunftsweisende Schritte: die Fusion beider Wehren, der Neubau eines modernen Gerätehauses mit Schulungsraum (am Standort Rabenkirchen unweit des Pastorats auf einem früheren Bolzplatz) und die Anschaffung eines leistungsstarken wasserführenden Löschfahrzeugs. Der Vorstand der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen soll sein Interesse bekundet haben, sich in das Projekt einzubinden, um den Schulungsraum für die kirchlichen Treffs mitbenutzen zu können. Die Gemeindevertreter ließen durchblicken, dass sie sich mit diesem Konzept samt einer Änderung des Bebauungsplans anfreunden könnten.

Beschlossen wurde, die diesjährige Müllsammelaktion in Faulück und Rabenkirchen (Treffpunkt Gerätehäuser) am Sonnabend, 2. April, ab 11 Uhr zu starten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen