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Anbaden in Damp : 65 Schwimmer trotzen der Kälte

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gerade mal fünf Grad Celsius war das Wasser „warm“ – ein echter Wachmacher. 65 Schwimmer konnte das nicht vom Anbaden in Damp abhalten.

Für manchen war es das ultimative „Wachwerden“ nach Silvester, für andere der erfrischende Neuanfang des Jahres, als gestern pünktlich um 11.11 Uhr die Freigabe für das Anbaden 2014 in Damp erfolgte. Mit dieser Veranstaltung startet das Ostseebad bereits seit zehn Jahren ins neue Jahr.

„Fünf, vier, drei zwei, eins und los“, die heiß ersehnte Ansage ließen sich die 65 Teilnehmer nicht zweimal sagen und stürmten unter dem Beifall von fast 400 Zuschauern los. Einiges hatten sich die Teilnehmer einfallen lassen, um ind der Masse aufzufallen: So war Urgroßvaters Badeanzug der Jahrhundertwende ebenso vertreten wie ein Clownskostüm oder der Arztkittel mit Haube einer Hebamme. Es war dann der erste Wasserkontakt, der allen gemeinsam den beherzten Aufschrei entlockte. Offene Münder beim ersten Kälteschock zeugten davon, dass es sich mancher anders vorgestellt hatte, andere überwanden die Kälte damit, dass sie sich durch lautstarkes Kreischen Luft machten. Während Hartgesottene sich weiter hinauswagten und dabei auch untertauchten, jagten die ungewohnten Temperaturen die Zartbesaiten recht zügig wieder aus dem Wasser. „Fünf Grad im Wasser, vier Grad in der Luft, das kann man gut aushalten“, stellte Klaus Weber fest. Die prickelnde Haut im Anschluss war für den 34-Jährigen, der regelmäßig in die Sauna geht und anschließend das Tauchbecken nutzt, nichts Neues.

Sehen die einen es als sportliche Herausforderung mit dem nicht zu verachtenden Abhärtungseffekt, betrachten es andere als Gaudi und Spaß. „Kalt und schön“, empfand es Christine Kruse aus Großwaabs. Der 17-Jährigen, die zum dritten Mal beim Anbaden dabei war, gefällt es gut, dass man durch die Gemeinsamkeit regelrecht mitgerissen werde. Zu den Teilnehmern, die von Beginn an jedes Jahr dabei sind, gehören Silke Widera und Petra Blümel. Letztere begrüßte, dass der Wettbewerbscharakter bei der Veranstaltung abgeschafft wurde. „Es macht keinen Sinn, Leute zu animieren, am weitesten hinauszuschwimmen oder möglichst als längster im Wasser zu bleiben“, sagte Blümel.

Wer das gewohnt ist, hat mit der Dauer natürlich wenig Probleme. So gehören Angelika und Klaus Müller sowie Dietlind und Siegmar Kirchner zu denjenigen, deren Badesaison Ende September beginnt und die Ende April „abbaden“. Klaus Müller erklärte: „Wir sind Teil der Sektion Winterschwimmen des CSV Samswegen von 1884 und in unserer Saison mindestens einmal pro Woche aktiv.“

Wohl tat allen im Anschluss die heiße Erbsensuppe, während auf die Preisverlosung gewartet wurde: Per Losentscheid gab es eine Tageskarte im Vitalzentrum, einen Brunchbesuch im Restaurant Ostseeressort, einen Klettergutschein und einen Familien-Aktivgutschein für das Fun-Center zu gewinnen Diese erhielten Kimberley Stein, Jürgen Rossol, Henriette von Fehrn und Silke Widera.



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erstellt am 02.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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