St. Nicolaiheim in Kappeln : 502 Heringe ebnen den Weg für das „alternative Königspaar“

Das „alternative Königshaus“: Ingrid Jensen und Klaus Steffen (vorne) mit ihren „Prinzen“ Philipp Bruhn (ab 2.v.li., hinten) und Benjamin Ahmels sowie Henning Herges und Rosita Hansen vom St. Nicolaiheim.
Das „alternative Königshaus“: Ingrid Jensen und Klaus Steffen (vorne) mit ihren „Prinzen“ Philipp Bruhn (ab 2.v.li., hinten) und Benjamin Ahmels sowie Henning Herges und Rosita Hansen vom St. Nicolaiheim.

Ingrid Jensen aus Süderbrarup und Klaus Steffen aus Kappeln haben bei der „Heringswette 2.0“ am besten getippt.

Rebecca_Nordmann-7304.jpg von
29. Mai 2020, 11:51 Uhr

Kappeln | Heringstage hat Kappeln in diesem Jahr aus Gründen des Infektionsschutzes nicht feiern können. Gewettet wurde trotzdem. Das St. Nicolaiheim hatte die „Heringswette 2.0“ ausgerufen und dafür ein riesiges Netz voller Holzfische, die die Betreuten der Einrichtung farbenfroh und abwechslungsreich gestaltet hatten, an der Wand eines seiner Gebäude in Mehlbydiek befestigt. Vier Tage lang durfte der jeder, der 10 Euro Einsatz zahlte, einen Tipp abgeben, wie viele Heringe dort im Netz zappelten. Die richtige Antwort: 502.

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Am dichtesten dran lagen Ingrid Jensen aus Süderbrarup und Klaus Steffen aus Kappeln, die von der Aktion in unserer Zeitung gelesen hatten. Beide hatten die 501 auf ihren jeweiligen Wettschein geschrieben. Steffen erklärte, wie er bei der Zahl gelandet ist: „Ich habe die Fische in den ersten beiden waagerechten Reihen gezählt, dann die Anzahl der senkrechten Reihen – so kam ich auf 500.“ Und weil diese Zahl ihm dann doch zu glatt schien, machte er 501 daraus. Zum Hofstaat gehören auch zwei Prinzen: Philipp Bruhn hatte auf 500 Heringe getippt, Benjamin Ahmels auf 513.

Zwei große goldene Kronen

Gemeinsam traf man sich jetzt am „Kawerk“, der offenen Manufaktur des St. Nicolaiheims. Und stellvertretend für den Ausrichter übergaben Henning Herges und Rosita Hansen dem „alternativen Heringskönigspaar“ die majestätischen Insignien, die in diesem Fall die siebenjährige Hannah und ihre vierjährige Schwester Janne gebastelt hatten: zwei große goldene Kronen, bestückt mit – natürlich – bunt bemalten Heringen.

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Herges bedankte sich für die Teilnahme an der „außergewöhnlichen Wette“ und belohnte die guten Tipps zusätzlich mit Geschenkgutscheinen vom „Kawerk“ und „Heringszaun-Retter“-Shirts. Die Shirts gehören zu den eigens angefertigten Produkten, mit deren Kauf der Neubau des Kappelner Wahrzeichens in seiner ausgedehnten Form unterstützt werden kann. Für Ingrid Jensen war schon vorher klar: „Der Heringszaun gehört zu Kappeln dazu.“

Und weil sich hinter der besonderen Wette auch ein guter Zweck verbarg, ist dank der Teilnehmer Geld für den Heringszaun-Neubau zusammengekommen. Das St. Nicolaiheim stockte die Summe auf 1000 Euro auf.

Spendenkonto für den Neubau des Heringszauns: Schleswiger Volksbank (IBAN: DE08 2169 0020 0008 5000 10), Verwendungszweck: „PK 30, Spende Heringszaun“.
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