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Werksbesuch : 50 Chinesen besuchen Cremilk

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Top-Händler aus dem Reich der Mitte waren erstmals im Kappelner Trockenmilch-Werk. Die Volksrepublik wird als Absatzmarkt immer bedeutender

Eine rote Flagge mit gelben Sternen im linken oberen Eck hängt am Werkseingang der Cremilk. Dazu sind im Nestléweg viele asiatische Wörter zu vernehmen. Mehr als 50 Gäste aus ganz China sind auf dem Werksgelände des Trinknahrungsherstellers. Doch das Kappelner Unternehmen für Milchtrockenprodukte und Instantkaffee wechselt nicht in den Besitz chinesischer Investoren. Vielmehr handelt es sich um den Besuch eines großen Kundenkreises, denn die chinesischen Gäste sind in ihrer Heimat allesamt Händler für die in China verkaufte Babymilchnahrung „Vibalen“, und die Flagge am Werkstor ist nur zur Begrüßung der Gäste gehisst. Etliche Dutzend Chinesen drücken gleich mehrmals auf den Auslöser, um die chinesische Flagge auf dem Cremilk-Gelände zu fotografieren.

Säuglingsnahrung bildet nach letzten bekannten Angaben mittlerweile einen Produktionsschwerpunkt der Cremilk. China ist demnach mit rund 700 Tonnen – Tendenz steigend – der größte Kunde. Für den chinesischen Markt hat die Cremilk in der Firma „De Long“ einen chinesischen Kooperationspartner. Die Firma „De Long“ hat ihren Sitz in Offenburg, exportiert die Cremilk-Produkte nach China und vertreibt sie dort über ein eigenes Händlernetz. Geschäftsführer ist Shidong Li, ein perfekt deutsch sprechender Unternehmer. „Wir haben unsere 50 Top-Verkäufer der Cremilk-Produkte aus ganz China als Dankeschön zu einer Deutschlandreise eingeladen“, sagt Shidong Li. Der Besuch des Kappelner Werks war abschließender Höhepunkt der einwöchigen Reise, bei der die Gäste das Herstellungswerk der Säuglingsmilchnahrung „Vibalen“ besuchten. Doch die eigentlichen Produktionsstätten bekommen sie nicht zu sehen – Betriebsgeheimnis. Schließlich sollen die Chinesen Cremilk-Kunden bleiben.

In der Werkskantine heißt Cremilk-Geschäftsführer Jens Ramsl die chinesische Reisegruppe, willkommen. Ramsl stellt das Werk, seine Produkte und die leitenden Mitarbeiter vor. Eine Dolmetscherin übersetzt die Wörter ins Chinesische. Die Gäste erfahren, dass das Unternehmen 1918 entstanden ist und die erste Säuglingsmilch für Deutschland sowie den ersten Instantkaffee und den ersten Instant-Cappuccino hergestellt hat. Heute beschäftigt das Unternehmen 190 feste Mitarbeiter sowie 18 Auszubildende bei einem Umsatz von rund 60 Millionen Euro.

Nach der Begrüßung verschaffen sich die Gäste bei einem Rundgang einen Eindruck vom Werk. Der Geschäftsführer der Kooperationsfirma, Shidong Li, findet die Besichtigung interessant und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Cremilk, die aber nicht einiziger Lieferant in dem Segment sei. Auch die chinesischen Verkäufer zeigen sich interessiert und lachen viel. Der Besuch scheint ihnen Spaß zu machen. Mit einem großen Banner bedanken sie sich für den ersten Besuch in Deutschland.

Anschließend geht es zum Rundgang durch die Kappelner Innenstadt. Eine wichtige Station ist dabei eine Kappelner Apotheke, in der das deutsche Pendant zur chinesischen Säuglingsmilch „Vibalen“ angeboten wird.

Dann steht eine Besichtigung des Bauernhofes Joost in Karby an. Bei diesem Cremilk-Bauernhof kann die chinesische Delegation Qualität und Frische der Milch begutachten, die dem Betrieb täglich geliefert wird. Dort gibt es für chinesische Händler auch kaum Betriebsgeheimnisse zu entdecken.

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erstellt am 04.Sep.2014 | 13:54 Uhr

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