Naturschutzverein Süderbrarup : 30 Jahre Engagement für Naturschutz

Nachwuchs-Umweltschützer: Ulf Martensen nahm die Jüngsten mit auf eine Zeitreise, als in Angeln riesige Eisberge lagen.
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Nachwuchs-Umweltschützer: Ulf Martensen nahm die Jüngsten mit auf eine Zeitreise, als in Angeln riesige Eisberge lagen.

Das Erfolgsrezept in Süderbrarup: Realisierbare Projekte statt großer Visionen.

shz.de von
26. Juni 2014, 12:30 Uhr

Wo können Naturschützer besser ihr Jubiläum feiern, als an einem Ort, der inzwischen zu einem Aushängeschild für den Naturschutz im Amt Süderbrarup entwickelt wurde. „Wir treffen uns zum 30-jährigen Bestehen im Naturschutzgebiet Os/Heidberg“ – so stand es auf der Einladung zur „Jubelfeier“ geschrieben. Naturschützer feiern nicht in der Natur, um sie zu zertrampeln, seltene Pflanzen zu zerstören und Plastikmüll zu hinterlassen. Sie informieren auch an so einem Jubiläumstag über die Natur und wie die Vereinsmitglieder dazu beigetragen haben, die Natur zu erhalten.

Vor 30 Jahren lief eine Welle von Vereinsgründungen durchs Land, deren Mitglieder sich alles zum Ziel setzten, die Natur zu schützen. Dr. Wolfgang Riedel vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund erfüllte diese Gründungswelle allerdings mit Skepsis, weil er befürchtete, dass es sich um Schaffung einer Naturschutzbasis für den kleinsten gemeinsamen Nenner handeln würde und bescheinigte dem Süderbraruper Verein: „Bei ihnen liegt ein wirklich konstruktiver Ansatz vor.“

Ausgezeichnet hat den Naturschutzverein, dass er sich überschaubarer Aufgaben angenommen hat und diese dann konsequent umsetzte. Dazu gehören der Schutz des Heidberges und die Renaturierung des Schukier Moores. Für viele Bürger war der Naturschutzverein auch Ratgeber. Waren es bei Gründung des Vereins 100 Bürger aus dem Amt, die ihre Mitgliedschaft bekundeten, sind es heute 234 sowie 26 Körperschaften und Vereine. Mit der Gründungsmannschaft Dr. Kay Erichsen, Hans-Jürgen Nielsen, Hans Hansen, Hans-Heinrich Kolbeck, Ina Wendell, Karl-Heinrich Petersen und Matthias Nissen war ein Team angetreten, das den Menschen den Naturschutzgedanken nahe bringen und eigene Projekte initiieren konnte. Der heutige Vorstand mit Ulf Martensen an der Spitze stellt sich neuen Aufgaben wie beispielsweise dem Schutz des Eisvogels und erhält das, was die Vorgänger angestoßen haben.

Wichtig ist dem Verein die Nachwuchsarbeit. So gehörte ein Teil der Jubiläumsfeier den Jüngsten. Sie durften den Os erkunden und erfuhren, wie er vor Jahrtausenden entstanden ist.

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