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Nordmanntannen aus Kappeln : 30.000 Weihnachtsbäume auf einen Schlag

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die letzten Nordmanntannen wurden am Holzweg gerodet – und werden nun deutschlandweit verkauft.

Der „Goliath Cutter“ hat ganze Arbeit geleistet: In den vergangenen drei Wochen hatte der hydraulische Kneifer insgesamt 30.000 Baumstämme mit bis zu zehn Zentimetern Durchmesser zu Fall gebracht. Die Nordmanntannen mit einer Höhe von bis zu drei Metern werden nun auf den Weihnachts- und in den Baumärkten Deutschlands und sogar Italiens verkauft.

Die zehn Hektar große Fläche am Holzweg, auf der die Tannen in den vergangenen zehn Jahren wuchsen und gediehen, gehört zur herzoglichen Gutsverwaltung Grünholz, erklärt Jens Joost. Gemeinsam mit seinem Sohn Jan war der Landwirt und Ferienhofbetreiber bei der Weihnachtsbaum-„Ernte“ behilflich. „Die Bäume wurden vor zehn Jahren von der herzoglichen Gutsverwaltung angepflanzt und gepflegt. Vor drei Jahren hat man dann angefangen, nach und nach Bäume zu fällen, um sie zu verkaufen“, sagt Jens Joost. Von den ursprünglich 75.000 Nordmanntannen standen in diesem Jahr noch 30.000 Exemplare. Jan Joost erklärt, dass in diesem Jahr alle Bäume gerodet werden mussten – „sonst sind sie im nächsten Jahr zu groß, um verkauft zu werden“.

Täglich vom Auf- bis zum Untergang der Sonne sind demnach bis zu drei Kolonnen mit je sechs Erntehelfern auf dem Feld tätig gewesen. Jens Joost: „Der Verkauf findet ab Feld statt. Die Weihnachtsbaumhändler schicken jemanden zum Roden, und wir lagern die Bäume, bis sie abgeholt werden.“ Denn mithilfe spezieller Erntemaschinen konnten die gerodeten Tannen noch vor Ort in Netze verpackt und auf Paletten gestapelt werden. Insgesamt sechs Schlepper transportierten die Bäume so auf den Hof von Jens Joost. Auf dem sonst weitläufigen Gelände zwischen Stallungen, Wohnhaus und Feld drängten sich nun Paletten mit jeweils 100 Nordmanntannen und einem Gesamtgewicht von einer Tonne in Reih und Glied und warteten darauf, abgeholt zu werden. Die meisten Bäume sind längst auf dem Weg in Baumärkte oder Wohnzimmer. Die letzten 3000 Nordmanntannen werden in diesen Tagen von Jens Joosts Hof abgeholt und teilweise bis nach Süddeutschland und Italien geliefert. Jan Joost: „Das liegt wohl am norddeutschen Wetter, dass die Tannen hier so gut wachsen und so begehrt sind.“

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erstellt am 09.Dez.2015 | 19:04 Uhr

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