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Zweites Kappelner Entenrennen : 20.000 Euro für die Jugend der Region

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Lions und Rotarier haben die Zuschüsse aus dem zweiten Entenrennen ausgeschüttet, und 28 Gruppen profitieren davon.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2017 | 06:45 Uhr

Es war der endgültig letzte Ausläufer des Entenrennens, das die beiden Kappelner Service-Clubs Rotary und Lions im vergangenen Mai im Rahmen der Heringstage veranstaltet hatten. Mit über 11.000 verkauften kleinen Rennenten kam am Ende ein Überschuss von 20.800 Euro zusammen – Geld, von dem in vollem Umfang Kinder und Jugendlichen profitieren sollten. Am Mittwochabend holten sich 28 Gruppen in den Kappelner Werkstätten ihren Scheck ab.

Die Erinnerung an die mit gelben Plastikentchen bevölkerte Schlei fällt leicht. Neben den 11.111 kleinen Gummitieren trugen auch 140 „Big Ducks“ ihr Rennen auf dem Wasser aus. Am Ufer standen damals Tausende Zuschauer, genossen Sonnenschein und Stimmung und feuerten ihre schwimmenden Gelblinge an. Dass genau diese Zuschauer ganz nebenbei mit ihrem Wetteinsatz auch etwas für die Jugend der Region getan hatten, war vielleicht den wenigsten in diesem Moment bewusst. Am Mittwochabend aber wurde diese Tatsache ganz lebendig.

28 Jugendgruppen hatten sich mit einer Idee oder einem ganz konkreten Projekt bei den Service-Clubs um eine Förderung beworben. Viele hatten ihren Wunsch ausführlich beschrieben, manche hatten gemalt und geklebt, andere aufwendig gebastelt. Lohnen sollte sich dieser Aufwand schließlich für alle. Thies Kölln, Rotary-Mitglied und Chef-Organisator des Entenrennens, rief jede einzelne Gruppe nach vorne, Christian Lang (Rotary) und Andreas Schmid (Lions), beide zum Zeitpunkt des Rennens Präsidenten ihrer jeweiligen Clubs, überreichten die symbolischen Schecks.

Und tatsächlich entpuppte sich die Spielwiese, auf der die Summen kreativ zum Einsatz kommen werden, als ausgesprochen bunt und vielfältig. Die Rudervereinigung Kappeln etwa möchte ihre Förderung für zwei neue Ruderergometer ausgeben, die evangelische Kita Kieholm plant, neues Spielzeug zu kaufen, der Förderkreis der Klaus-Harms-Schule will die ökologische Schulhofgestaltung voranbringen. Arneke Kellinghusen vom Förderkreis erklärte: „Uns geht es darum, die Schüler auf den Schulhof zu locken, indem das Gelände ansprechender angelegt wird.“ Beispielsweise habe man bereits damit begonnen, aus Strandsteinen Mosaike als Schmuck für die Betonwände zu basteln. Kellinghusen: „Die Schule stammt aus den 70er-Jahren, da gibt es äußerlich viele Optimierungsmöglichkeiten.“ Mit Hilfe der Lions und der Rotarier rückt diese Optimierung nun ein bisschen näher.

Die Schüler der Geltinger Georg-Asmussen-Schule haben sich Rasengitterplatten für ihren Fußballplatz gewünscht, die Jugendfeuerwehr Mehlby investiert ihren Zuschuss in ein Mehrzweckzelt, der Jugendtreff Gelting finanziert damit einen Ausflug in den Heide-Park Soltau für Kinder, deren Familien dies sonst nicht ermöglichen können. Weitere Förderungen erhielten die Gorch-Fock-Schule, die FSG Ostseeküste, der dänische Kindergarten Süderbrarup, die Leichtathletik-Sparte und die Einrad-Sparte des TSV Kappeln, die Bewegungsgruppe, die Trommelgruppe und die Fußballauswahl des St. Nicolaiheims, die Grundschule Kieholm, das Kleine-Kleckse-Lager, der Bewegungskindergarten Esgrus, die Schule am Markt in Süderbrarup, die Hasselberger Feuer-Kids, die Pfadfinder St. Christophorus und die Ausstellung „MatheMagie“. Die Tenniskinder des MTV Gelting durften sich ebenfalls über einen Zuschuss freuen. Spartenleiterin Cornelia Rohde erläuterte: „Die Kinder wünschen sich eine Rückschlagwand, damit sie eigenständig und unabhängig vom Training frei üben können.“ Und wie so eine Rückschlagwand aussieht, hatten die jungen Sportler mit Papier, Pappe und Playmobil-Figuren anschaulich angefertigt.

Und da war Zeit für den Schlussakkord. Den allerdings setzten ausnahmsweise mal nicht die beiden Service-Clubs und auch nicht die kleinen gelben Enten. Den setzten die Kinder und Jugendlichen, als sie sich erhoben und den Rotariern, den Lions, vor allem aber Thies Kölln laut und anhaltend applaudierten. Es war das akustische Dankeschön für Köllns unermüdliches Engagement rund um das große Enten-Ereignis. Kölln selber gab den Dank zurück an die Mitglieder der beiden Clubs und an die vielen Helfer ringsum. „Ja, es war eine tolle Veranstaltung, die in der Gemeinschaft der Clubs gut geklappt hat“, sagte er. „Und viele andere haben diese Stimmung mitgelebt.“ Das gelte auch für die Verwaltung und andere öffentliche Institutionen, die sich alle miteingebracht hätten.

Und dann hatte Thies Kölln noch einen eigenen Wunsch: „Wir haben mit dem Entenrennen während der Heringstage einen Schwerpunkt gesetzt“, sagte er. „Es wäre doch schön, wenn man auch in Zukunft sollte Akzente hätte, um die Heringstage attraktiver zu machen.“ Eine Förderung gab es für diesen Wunsch zwar nicht, aber gehört hat ihn vielleicht doch der ein oder andere.

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