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166 Mandatsträger wurden im Amt Geltinger Bucht gewählt

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Thomas Johannsen (Niesgrau), Heiner Iversen (Ahneby) und Gernot Müller (Steinbergkirche) bleiben Bürgermeister

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Amt Geltinger Bucht | Sie sind angetreten, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren: die 19-jährige Schülerin Anna-Carolin Paasch aus Hasselberg als jüngste Bewerberin in den 16 Gemeinden des Amtsbezirks Geltinger Bucht, die Bildhauerin Andrea Gose aus Stoltebüll, der Politikwissenschaftler Dr. Christoph-Benedikt Scheffel aus Kronsgaard, Fregattenkapitän Andreas Stricker aus Stoltebüll und die hauptberuflichen Seenotretter Mario Sörnsen und Thomas Mischke aus Maasholm, wo sie Dienst auf dem Kreuzer "Nis Randers" tun. Großen Illusionen auf den Einzug in die Gemeindeparlamente dürfen sich die meisten dieser Kandidaten allerdings nicht hingeben, denn als Listenkandidaten ihrer Parteien oder Wählergemeinschaften sind sie "ziemlich weit hinten" platziert. Für sie gilt eher der olympische Gedanke: Dabei sein ist wichtiger als siegen.

166 Mandate sind in den Kommunen vergeben worden. Unaufgeregt konnten die amtierenden Bürgermeister Thomas Johannsen in Niesgrau und Heiner Iversen in Ahneby der Auszählung der Stimmen entgegenblicken. Ihre Wiederwahl steht fest, dann es gab in beiden Gemeinden nur jeweils eine Bewerberliste.

Wahlleiter Gerd Aloe merkte im Amtshaus von Steinbergkirche an: "Eine einzige Ja-Stimme hätte ausgereicht, um hier den Wahlsieg sicherzustellen." Nein-Stimmen sind ja nicht vorgesehen.

Fest steht: Neue Bürgermeister wird es in Pommerby, Esgrus und Nieby geben, da die dort bisher tätigen Oberhäupter sich aus der Kommunalpolitik zurückgezogen haben.

Größte Gemeinde mit 2700 Einwohner ist nach der Fusion mit Quern der ländliche Zentralort Steinbergkirche. Bürgermeister Gernot Müller (von der Wählergemeinschaft Steinbergkirche-Quern) konnte jubeln: Er bleibt im Amt, weil er mit seinem Team gestern die absolute Mehrheit mit allen zehn Direktmandaten gewann. Von den 17 Sitzen eroberte die SPD lediglich fünf, der SSW zwei. "Ich war zuversichtlich, dass das klappen würde", merkte er sichtlich erleichtert an. Auf seiner Agenda steht vor allem der Erhalt des Schulstandorts Steinbergkirche und die wirtschaftliche Weiterentwicklung von Steinberkirche. Jüngste Errungenschaft ist ein neuer moderner Kindergarten. Hauptkonkurrent von Müller war der Politologe Clemens Teschendorf von der SPD.

Verzwickt stellt sich die Situation für den bisherigen Bürgermeister Helmut Erichsen aus Stangheck dar. Als ihn bei der Kandidatenaufstellung seine Wählergemeinschaft AWG überraschend ausbootete, bot ihm die SPD kurzerhand den Spitzenplatz an. Er stieg um. Klar also: Gestern Abend fieberte der "neue Genosse" dem Wahlergebnis mit großer Spannung entgegen. Doch Erichsens Erwartungen wurden enttäuscht: Die SPD wie die CDU holten nur jeweils ein Mandat, während die beiden Wählergemeinschaften AWG und KWG auf drei beziehungsweise vier Sitze kamen.

Offen geblieben sind auch die Chancen für eine Wiederwahl des Stoltebüller Bürgermeisters Hans-Jürgen Schwager (Kommunale Wählergemeinschaft). Er hat es sowohl mit den Kandidaten des SSW als auch mit der neu formierten Wählergemeinschaft "Aktiv für Stoltebüll" (WAS) zu tun. Deren Spitzenfrau Ingelore Flüh gehörte zu denjenigen, die erfolgreich vor einiger Zeit mit einem Bürgerentscheid die Anlage einer großen Windkraftparks in der Gemeinde verhinderten.

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