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Lebenshilfe-Gärtnerei Schenefeld : Zweite Chance für Pizzeria-Plan

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Politik unter Zugzwang: Auf dem Gelände der Lebenshilfe-Gärtnerei an der Blankeneser Chaussee könnte gebaut werden.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Die Lebenshilfe-Gärtnerei an der Blankeneser Chaussee ist seit April 2013 dicht. Den Vorstoß von Lebenshilfe-Chefin Christine Heins, in dem Gebäude ein italienisches Restaurant anzusiedeln, hatte die Politik im Januar mehrheitlich abgelehnt. Doch jetzt stehen Schenefelds Volksvertreter unter Zugzwang – und für den Pizzeria-Plan gibt es eine zweite Chance. Denn die Alternativen zum Restaurant dürften den wenigsten Entscheidungsträgern schmecken. Auf dem 10.000 Quadratmeter großen Areal dürfen bis zu zehn Einzel- und Doppelhäuser hochgezogen werden. Die Lebenshilfe überlegt zudem, dort neue Wohngruppen für behinderte Menschen zu errichten. Die Pläne liegen den Politikern bereits vor.

Wohngruppen oder Einzelhäuser: Bürgermeisterin Christiane Küchenhof macht keinen Hehl daraus, dass sie diese beiden Optionen aus städtebaulicher Sicht nicht als sinnvoll erachtet. „Allen Entscheidungsträgern sollte klar sein, dass dort etwas passieren wird.“ Sie hatte die Restaurant-Pläne der Lebenshilfe unterstützt.

Auch Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz hat längst registriert, dass auf dem ehemaligen Gärtnerei-Areal in Zukunft „keine Grüne Wiese“ entsteht. Die Grünen hatten – wie CDU, BfB und OfS – Nein zu den Restaurant-Plänen gesagt. Die Grünen vor allem aus ökologischen Gründen. Sie sprechen von einem der sensibelsten ökologischen Gebiete in Schenefeld, nämlich der Verbindung zwischen der Osdorfer und der Sülldorfer Feldmark. „Wir wollen erreichen, dass dieser Achsenzwischenraum so wenig wie möglich belastet wird“, betont Schmitz. Vor diesem Hintergrund sollen die Argumente noch einmal abgewogen werden. Eine endgültige Entscheidung soll jetzt im Stadtentwicklungsausschuss fallen. Ändern die Grünen ihre Meinung, könnte der Rat mit den Stimmen der SPD – sie hat sich für die Pizzeria ausgesprochen – das Gärtnerei-Restaurant doch noch auf den Weg bringen.

Einen Investor aus Hamburg hatte Heins im Januar bereits an der Hand. Die Flächen sollten für 20 Jahre verpachtet werden. Neben dem Restaurantbetrieb in den ehemaligen Gewächshäusern war auch der Verkauf von mediterranen Pflanzen geplant. Für behinderte Menschen sollten Arbeitsplätze angeboten werden. Sechs Monate war der Gastro-Plan mausetot – jetzt lebt er wieder.

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