Zwei Varianten für die Landesstraße

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Politik Ingenieur Falk Derendorf präsentiert erste Ergebnisse aus dem Verkehrsentwicklungskonzept Schenefeld 2035

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16. Dezember 2017, 16:29 Uhr

Der Ausschuss für Stadtentwicklung in Schenefeld hat sich am Donnerstagabend mit der Landesstraße Schenefeld Elmshorn (LSE) beziehungsweise der innerörtlichen Weiterführung der Altonaer Chaussee beschäftigt. Falk Derendorf (Foto), Ingenieur bei Dänekamp und Partner, hatte zwei Vorschläge im Zuge des Verkehrsentwicklungskonzept Schenefeld 2035 erarbeitet.

Am Donnerstagabend war die Idee, die Hauptverkehrsader von zwei- auf einspurig umzubauen, die spektakulärste. In der Mitte wäre durch den Wegfall von zwei Spuren Platz für eine Busspur und einen zentralen Umsteigeplatz für Pendler, die mit dem Bus fahren wollen. Die Ortseinfahrt soll eine Ampelkreuzung oder einen Kreisverkehr bekommen. Bei dem derzeitigen Verkehrsaufkommen in der Stadt würde diese Lösung jedoch nicht funktionieren, räumte Derendorf ein. Auf der LSE/Altonaer Chaussee tummeln sich laut Zählung bis zu 30 000  Autos am Tag. Auch im Dorf sei der Durchgangsverkehr „signifikant“, sagte der Ingenieur. In der Spitzenstunde wurden auf der Blankeneser Chaussee 1000 Fahrzeuge gezählt. Jedoch betonte Derendorf auch, dass der Pkw-Verkehr insgesamt perspektivisch zurückgeht. „Es findet ein Wandel statt.“ In Hamburg würden Bus- und Radfahrer bereits in vielen Fällen bevorzugt behandelt.

Die zweite Variante sieht eine weniger umfassende Änderung auf der Altonaer Chaussee vor. Von der Ortseinfahrt bis zum Schenefelder Platz sollen so weit wie möglich Grünstreifen in der Mitte der Fahrbahn platziert und verbreitert werden. „Damit wollen wir den Autobahncharakter rausnehmen“, sagte Derendorf. Die Fahrbahnbreite würde fast gleich bleiben. Radfahrer und Fußgänger bekämen eigene Wege.

In Höhe des „Stadtzentrums“ sind zudem zwölf Meter breite Überwege geplant, so dass ein Carrée zwischen dem Einkaufszentrum, dem Rathaus und Parkplatz entsteht. Auch deshalb ist eine gesonderte Einfahrt von der Altonaer Chaussee zum Parkplatz des „Stadtzentrums“ vorgesehen. Dagegen hagelte es aber bereits Proteste, da ein Rückstau befürchtet wird.

Festlegen wollte sich noch kein Politiker an diesem Abend. Holm Becker befand beide Ideen „erst mal gut“. Die Idee mit der Begrünung passe gut zu Schenefeld als „Stadt im Grünen“. So grenze sich Schenefeld von Lurup ab. Auch der Ausschussvorsitzende Mathias Schmitz (Grüne) befand, beide Vorschläge hätten „ihren eigenen Charme“.

Eine ausführliche Diskussion fand noch nicht statt. Zunächst soll die Debatte in der Fraktion geführt werden. Zudem sollen im neuen Jahr zwei weitere Vorschläge vorgestellt werden: die Trog- und die Tunnellösung.

Letztlich muss der Landesbetrieb Verkehr in Schleswig-Holstein dem Vorhaben zustimmen. Bei der einspurigen Lösung könnte dies mehr als schwierig werden. Derendorf rechnet mit „großen Widerständen“.

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