Zwei Schulleiter – eine Mission

Dirk Ziegenhagen ist seit Februar Chef an der Gemeinschaftsschule. Der bauliche Zustand beschäftigt ihn vom ersten Tag an.
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Dirk Ziegenhagen ist seit Februar Chef an der Gemeinschaftsschule. Der bauliche Zustand beschäftigt ihn vom ersten Tag an.

Mensa-Pläne Carola Weber und Dirk Ziegenhagen wünschen sich eine gemeinsame Mitte für das Schulzentrum Achter de Weiden

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20. Juli 2016, 16:46 Uhr

Ein G  8-Gymnasium mit Nachmittagsunterricht. Eine Gesamtschule mit einem offenen Ganztagsangebot. An Schenefelds Schulzentrum Achter de Weiden halten sich täglich mehr als 1300 Schüler und Lehrer auf. Doch eine richtige Mensa gibt es nicht. Das soll sich ändern. Zwei Schulleiter – eine Mission. Carola Weber, kommissarische Leiterin des Gymnasiums, und Dirk Ziegenhagen, Chef der benachbarten Gemeinschaftsschule, setzen sich gemeinsam dafür ein, dass im Schulzentrum eine Mensa für alle Lehrer und Schüler entsteht.

„Wir brauchen ein Herz, eine Mitte“, betont Ziegenhagen. „Die neue Mensa soll zur Begegnungsstätte in unserem Schulzentrum werden, zum Kommunikationsort“, sagt Weber. Das Gymnasium hat sich schon ganz klar positioniert. „Es gibt einen einstimmigen Beschluss der Schulkonferenz, die bestehende Mensa zu erweitern“, betont Weber. An der Gemeinschaftsschule soll ein gleichlautender Beschluss gefasst werden.

Die bestehende Mensa: In dem kleinen Raum, der an der Gemeinschaftsschule auch als Cafeteria genutzt wird, werden zurzeit zirka 200 Essen pro Woche ausgegeben – Tendenz steigend. Eine Erweiterung wäre möglich – in Richtung des angrenzenden Innenhofes oder in Richtung der großen Pausenhalle des Gymnasiums. „Das müssen die Architekten entscheiden“, sagt Ziegenhagen.

Für beide Schulleiter steht fest, dass die Mensa Teil des angeschobenen Sanierungsprogramms sein muss. „Nur Klassenräume zu sanieren, reicht nicht aus, um das Schulzentrum fit für die Zukunft zu machen“, sagt Ziegenhagen. Er setzt auch auf bauliche Veränderungen. „Wir müssen auch gucken, welche Wände weg können.“ Weber ergänzt: „Von der neuen Mensa kann der Impuls für die gesamte Sanierung ausgehen.“

An beiden Schulen gibt es eine Cafeteria – mit einem guten Angebot und einer eher bescheidenen Aufenthaltsqualität. Der Gegenentwurf: eine Mensa im Zentrum, in der eben nicht nur gegessen wird, die wegen der hohen Aufenthaltsqualität zum Lern- und Lebensort von Schülern wird. Offene Lernbereiche, darauf setzt Ziegenhagen an seiner Schule.

Das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule: Es gibt bereits jetzt zahlreiche Berührungspunkte, beispielsweise den Kooperationsvertrag für Schulwechsel, das DaZ-Zentrum am Gymnasium und gemeinsame Sportmannschaften, die als Schulzentrumsteam Schenefeld bei Wettkämpfen vertreten.

Dass am Schulzentrum in puncto Mensa in Zukunft etwas passieren muss, ist auch in der Politik angekommen. Es gibt einen Alternativstandort – das geschlossene Sportrestaurant. Es soll geprüft werden, inwieweit die städtischen Räumlichkeiten geeignet sind. Allerdings hat auch die Spielvereiniging Blau-Weiß 96 ein Auge auf das Restaurant geworfen, möchte dort Sport anbieten und ein kleines Bistro betreiben. Weber und Ziegenhagen sind sich einig, dass eine Mensa im Sportrestaurant keine zukunftsfähige Alternative darstellt. Dann würde das Schulzentrum weiter ohne gemeinsame Mitte bleiben.

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