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Schenefeld : Zwei Schenefelder Schulen – ein Erfolgsteam

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Landesmeister im Fußball: Gemeinschaftsschüler und Gymnasiasten eilen gemeinsam von Erfolg zu Erfolg. Das Vorzeige-Projekt kann als Beispiel für andere Sportarten dienen.

Hier das Gymnasium. Da die Gemeinschaftsschule. Von wegen. An Schenefelds Schulzentrum wird schon lange auf eine enge Kooperation gesetzt – im Sportbereich sorgt jetzt ein beispielhaftes Gemeinschafts-Projekt für Furore. Seit dem Schuljahr 2012/2013 gehen Fußball-Teams, die aus Spielern beider Schulen bestehen, auf Titeljagd – und das mit großem Erfolg. Beim Schleswig-Holstein Cup holte das Jungen-Team (Jahrgang 1999 bis 2001) im September den Landesmeistertitel bei der Endrunde in Kiel.

„Wir treten unter dem Namen Schulzentum Schenefeld an“, sagt Ercan Tursun. Der 43 Jahre alte Sport- und Technik-Lehrer der Gemeinschaftschule hat das schulübergreifende Integrationsprojekt aus der Taufe gehoben. Gemeinsam mit seinem Kollegen Gero Kohlstruk trainiert und betreut er inzwischen mehrere Jungen- und Mädchen-Teams. Schwierigkeiten, Resentiments zwischen Gymnasiasten und Gemeinschaftschülern? Fehlanzeige. „Im Sport ist das ganz einfach“, beschreibt Tursun die ersten Erfahrungen.

Tursuns sportliche Intention war ganz simpel. „Ich wollte die besten Spieler für die Teams haben.“ Mit seinem Vorstoß einer „Schulzentrums-Mannschaf“ stieß der begeisterte Fußballer am Gymnasium auf offene Ohren. „Wir haben am Schulzentrum 1200 Schüler. Das ist ein großes Potential, das wir nutzen.“ Die Nähe zu Blau-Weiß sei ideal. „Unsere Jungen und Mädchen spielen fast alle im Verein.“

Die Erfolge sprechen Bände: Das Mädchen-Team wurde Vize-Landesmeister. Das Jungen-Team (Jahrgang 2001 bis 2003) qualifizierte sich für die Endrunde des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“. Das Schulzentrum Schenefeld vertrat in Thüringen das Land Schleswig-Holstein. Am Ende mussten die Betreuer ihre Spieler trösten. Über Platz 16 kamen die Schenefelder nicht hinaus. „Wir mussten gegen Teams von Sportgymnasien antreten, die reglemäßig trainieren“, sagt Tursun. Doch die Niederlagen sind längst abgehakt. Das Erlebnis – drei Tage Thüringen, vom DFB eingeladen – bleibt für immer. Sport verbindet: Tursun kann sich gut vorstellen, dass bald auch in anderen Sportarten gemeisame Mannschaften gebildet werden. Zwei Schulen – ein Team. Dieses Projekt soll Schule machen.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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