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Ausstellung in Schenefeld : Zufälle sind beabsichtigt

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

„Verdrahtet, Vernäht, Verknüpft“: So lautet der Titel der neuen Ausstellung von Annette Herbers.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Die Malereien, Graphiken und Drucke sind in der Galerie des Kunstkreises Schenefeld im Schenefelde „Stadtzentrum“ zu sehen. Die Vorsitzende des Kunstkreises freute sich, die Künstlerin für die Ausstellung gewonnen zu haben. „In unseren Galerieräumen stellen wir vor allem junge Künstler aus, um sie zu unterstützen“, erläuterte Ursula Wientapper. Die Künstlerin Annette Herbers falle auch unter diese Kategorie, habe die zweifache Mutter doch erst im vergangenen Jahr mit einem Kunststudium an der Muthesisus Kunsthochschule begonnen.  Bei Marianne Elliott-Schmitz  im Kunsthaus   Schenefeld erstellte sie ihre Mappe. „Es reichte mir nicht mehr, die Kunst nur als Hobby zu betreiben“, erläuterte Herbers.

Im Zuge der Ausstellung sind Arbeiten aus dem vorletzten und vergangenen Jahr zu sehen. Kunsthaus-Dozentin Sigrun Roemmling führte in das Werk ein. Seit 2013 hat sich Herbers auf das Gebiet der abstrakten Malerei spezialisiert. Eine intensive Auseinandersetzung mit Monotypien am Kunsthaus Schenefeld ging dieser Phase voraus.

Bei ihrer Arbeit steht für die Künstlerin die Auseinandersetzung mit Material und Form im Vordergrund. Während des Schaffensprozesses verknüpft sie verschiedene Techniken: Drucke werden mit Acryl, Graphit und Kreiden übermalt. Aus räumlichen Objekten entstehen aber auch Fotoarbeiten in 2D. Der hell-dunkel Kontrast wird hierbei besonders deutlich. Bei der Motivauswahl ist die Wedelerin kreativ. Sie findet sie als präzise Beobachterin von Ästen, Rinden, aber auch Kabeln und Spuren. Die Künstlerin abstrahiert passende Gegenstände und verändert sie. Bei ihren Arbeiten sind starre, grafische Formen unerwünscht, Zufälle hingegen beabsichtigt.

Mit dem Studium erfüllte sich die 45-Jährige einen Traum. „Ich möchte auf diese Weise meine künstlerische Arbeit intensivieren und weiterbringen“, sagte Herbers. Ihr späteres Berufsziel ist es, als freiberufliche Künstlerin zu arbeiten. Bereits seit 2005 unterrichtet Herbers, bietet als Dozentin im Kunsthaus Schenefeld Wochenendseminare und Malreisen an. Sie erlernte ursprünglich den Beruf der Steuerfachgehilfin und qualifizierte sich zur Steuerfachwirtin weiter. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. März von donnerstags bis samstags von 16 bis 18 Uhr zu sehen.

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